Sa, 18. November 2017

Halter überfordert

29.03.2016 07:30

Hunde verhungert: „Nach Scheidung ging es bergab“

Schockiert waren unsere Leser von jenem 44-jährigen Verdächtigen in Takern I im steirischen St. Margarethen an der Raab, der seine Hunde offenbar einfach in ihren Käfigen dahinsiechen ließ. Von dreien fand man nur noch die Skelette, ein Tier musste eingeschläfert werden, ein Vierbeiner überlebte das Drama. Nach der Scheidung dürfte dem Besitzer offenbar alles zu viel geworden sein.

Sie hat offensichtlich einen eisernen Lebenswillen: "Kora", die zwölf Jahre alte Belgische Schäferhündin, ist der einzige der fünf Hunde, der das Martyrium in Takern I überlebt hat. Eine anonyme Anzeige hatte den Fall ins Rollen gebracht und dem Amtstierarzt, aber auch den Polizisten, die vor Ort ankamen, den Schrecken ins Gesicht gejagt.

Von drei Hunden waren nur noch die Skelette übrig geblieben, ein Golden Retriever lebte zwar noch, musste kurz darauf jedoch von seinem Leiden erlöst werden. Die Exkremente standen zentimeterhoch in den Zwingern.

Mehrere Anzeigen in der Vergangenheit
Laut Polizei hat es von 2006 bis 2008 bereits Anzeigen gegen den bei einer Security als Hundeführer tätigen Mann gegeben. Damals aber nur wegen Lärmbelästigung, mit den Tieren selbst sowie deren Unterbringung sei alles in Ordnung gewesen, hieß es. In Spitzenzeiten soll der Verdächtige 16 Hunde gehalten haben.

Was aber hatte den eigentlich tierliebenden Menschen so aus der Bahn geworfen? "Nach der Scheidung von seiner Frau ist es bergab gegangen", berichtete ein Beamter. Die Trennung von seinem Kind, all das war ihm zu viel. Seine 85-jährige Mutter, die mit ihm im Haus lebt und sich dort um zwei wohlgenährte Hunde kümmert, traute sich nicht, die Zwinger zu öffnen, weil die Tiere zu sehr auf ihren Sohn fixiert waren.

Die Skelette werden nun obduziert, dann wird weiterentschieden.

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