Sa, 16. Dezember 2017

St. Margarethen/R.

28.03.2016 17:44

Tiere nach Scheidung vernachlässigt

Schockiert waren unsere Leser von jenem 44-Jährigen in Takern I (St. Margarethen an der Raab), der seine Hunde einfach in ihren Käfigen dahinsiechen ließ. Von dreien fand man nur noch die Skelette, einer musste eingeschläfert werden, ein Tier überlebte. Nach der Scheidung ist dem Besitzer alles zu viel geworden.

Sie hat offensichtlich einen eisernen Lebenswillen: Kora, die zwölf Jahre alte Belgische Schäferhündin, ist die einzige der fünf Hunde, die das Martyrium in Takern I überlebt hat (wir berichteten). Eine anonyme Anzeige hat den Fall ins Rollen gebracht und dem Amtstierarzt, aber auch den Polizisten vor Ort, den Schrecken ins Gesicht gejagt: Von drei Hunden sind nur noch die Skelette übrig geblieben, ein Golden Retriever musste kurz darauf erlöst werden. Die Exkremente standen zentimeterhoch in den Zwingern.

Laut Polizei hat es von 2006 bis 2008 bereits Anzeigen gegen den bei einer Security als Hundeführer tätigen Mann gegeben. Damals aber nur wegen Lärmbelästigung, mit den Tieren und der Unterbringung wäre alles in Ordnung gewesen. In Spitzenzeiten soll er 16 Hunde gehalten haben.

Was hatte den eigentlich tierliebenden Menschen so aus der Bahn geworfen? "Nach der Scheidung von seiner Frau ist es bergab gegangen", berichtet ein Beamter. Die Trennung von seinem Kind, all das war ihm zu viel. Seine 85-jährige Mutter, die mit ihm im Haus lebt und sich dort um zwei wohlgenährte Hunde kümmert, traute sich nicht, die Zwinger zu öffnen, weil die Tiere zu sehr auf ihren Sohn fixiert waren. Die Skelette werden nun obduziert, dann wird weiter entschieden.

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