So, 17. Dezember 2017

Verletzte gestorben

28.03.2016 16:40

Brüssel: Zahl der Todesopfer erhöhte sich auf 35

Nach den Brüsseler Anschlägen hat sich die Zahl der Todesopfer nach Angaben der Staatsanwaltschaft auf 35 erhöht. 31 Menschen seien am Dienstag am Flughafen oder in der U-Bahn getötet worden, vier weitere erlagen später im Krankenhaus ihren Verletzungen. Die drei Selbstmordattentäter kommen noch hinzu, sie werden von den Behörden bei der Anzahl der Todesopfer nicht mitgerechnet, was in den vergangenen Tagen immer wieder für Verwirrung sorgte.

28 der Getöteten sind den Informationen des Krisenzentrums zufolge mittlerweile identifiziert, drei Familien warten hingegen noch auf die Ergebnisse der DNA-Analyse. In den vergangenen Tagen hatte es immer wieder unterschiedliche Zahlen zu den Todesopfern gegeben, was auf die sich laufend verändernde Situation zurückzuführen sei, sagte ein Sprecher.

Außerdem seien für die Zählung der Leichen am Tatort und der in den Krankenhäusern verstorbenen Menschen unterschiedliche Stellen verantwortlich. Für die Opfer in den Spitälern ist demnach letztlich das Gesundheitsministerium und nicht das Krisenzentrum zuständig. "Der Informationsfluss braucht Zeit", so der Sprecher.

Attentäter von Opferliste gestrichen
Zuvor hatte das Krisenzentrum mitgeteilt, die drei toten Attentäter seien Teil der bereits bekannten Opferbilanz mit 31 Toten - damit wären 28 Unschuldige bei den Explosionen ums Leben gekommen. Nun ist aber die Rede von 31 unschuldig Getöteten, deren sterbliche Überreste geborgen worden seien. Die Attentäter werden also bei der Zahl der Todesopfer nicht miteinbezogen.

Nach den Anschlägen geraten europaweit immer mehr Verdächtige ins Visier der Ermittler. Am Sonntag nahm eine niederländische Anti-Terror-Einheit in Rotterdam einen 32-jährigen Franzosen fest. Er wird von der französischen Justiz verdächtigt, an der Vorbereitung eines Anschlags in Frankreich beteiligt zu sein, wie die Staatsanwaltschaft Rotterdam mitteilte.

Faycal C. freigelassen, nicht "Mann mit Hut"
Am Ostermontag wurde indes Faycal C., der zuvor als möglicher dritter Attentäter von Brüssel verhaftet worden war, wieder freigelassen. Der Tatverdacht habe sich nicht bestätigt, erklärte die Staatsanwaltschaft. Ursprünglich war vermutet worden, dass es sich bei ihm um den sogenannten Mann mit Hut handelt. Die belgische Polizei fahndet nun weiterhin nach dem dritten Attentäter.

Video: Das Terror-Netzwerk von Brüssel und Paris

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden