Mo, 20. November 2017

Befreiung möglich

26.03.2016 20:05

Terroristen in Puch stellen akute Gefahr dar

38 inhaftierte Jihadisten listet Justizminister Wolfgang Brandstetter in Österreich auf. Wie berichtet, bestätigte er, dass sich in der vor wenigen Monaten eröffneten Strafanstalt Puch-Urstein ein Algerier (28) und ein Pakistani (34) befinden, die engste Kontakte zu den Terroristen von Paris und Brüssel hatten. Sie waren von Syrien bis nach Griechenland mit den Männern unterwegs, die sich im November 2015 vor dem Fußballstadion in Paris in die Luft gesprengt hatten. Diese Terrorzelle wiederum war mit den Attentätern von Brüssel in Verbindung.

Die Flucht der nun in Salzburg einsitzenden Terrorverdächtigen war abenteuerlich. Wegen ihrer gefälschten Pässe wurden sie in Griechenland festgehalten. Nach einigen Wochen konnten sie weiterreisen. An der Grenze schlossen sie sich einer Familie an, die nach Deutschland flüchtete. Infolge ihrer hektischen Telefonate fielen sie im Lager der früheren Autobahnmeisterei in Salzburg anderen Flüchtlingen auf. Ein Asylant gab der Polizei den entscheidenden Tipp, worauf die Beiden festgenommen wurden. Der Algerier und der Pakistani sind zwar unter Sonderbewachung, sie dürfen auch nicht an den Feiern im neuen islamischen Gebetsraum der Strafanstalt teilnehmen. Doch aus Kreisen der Justiz erfuhr die "Krone", dass man auf eine rasche Abschiebung der Männer nach Frankreich oder Belgien hofft.

Hundertprozentigen Schutz gibt es nirgends
Eine Befreiungsaktion oder eine Geiselnahme mit Freipressung sei durchaus im Bereich des Möglichen. Einen hundertprozentigen Schutz vor Anschlägen gibt es nicht. Unsere Bilder auf diesen Seiten zeigen wie die neue Strafanstalt in der Urstein-Au aufgerüstet wurde. Der Salzburger Bürgermeister Dr. Heinz Schaden bilanziert: Von Anfang September bis Jahresende 2015 sind nicht weniger als 350.000 Menschen über Salzburg nach Deutschland gebracht worden. Das ist - so Schaden - mehr als doppelt so viel wie die Anzahl der Stadtbevölkerung. Schaden zur "Salzburg Krone": "Es war eine ungeheure Leistung, an der vor allem die Polizei, die Feuerwehr, das Rote Kreuz, die städtischen Einrichtungen wie die Müllabfuhr und die Straßenreinigung sowie der Einsatzstab mitgewirkt haben. "

Belobigung der vielen Einsatzkräfte
In nächster Zeit wird es eine offizielle Belobigung der Einsatzkräfte in der Stadt geben. Auch zu den finanziellen Kosten kann der Bürgermeister eine erfreuliche Nachricht geben: 247.000 Euro für den Aufwand der Stadt werden über die Polizei vom Innenministerium überwiesen. Der Bürgermeister lobt insbesondere den Polizeieinsatz und das Management in der zu einem Flüchtlingsquartier umgewandelten Bahnhofs-Garage.Wie die "Krone" berichtete, ist derzeit aufgrund der abgeriegelten Grenzen der Zustrom von Flüchtlingen gleich Null. Die Vorbereitungen für die Neubauten auf dem Areal der früheren Autobahnmeisterei, die als Auffanglager für Flüchtlinge diente, sind im Gang: Hier soll die Zentrale Obus-Garage entstehen, auch über eine Ansiedlung des Linienverkehrs der Firma Albus wird verhandelt. Auf dem bisherigen Platz der Obus-Remise an der Alpenstraße sollen Wohnungen gebaut werden.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden