Do, 19. Oktober 2017

Terror in Brüssel

25.03.2016 23:08

IS-Bekennervideo mit Donald Trump aufgetaucht

Drei Tage nach den Selbstmordanschlägen von Brüssel ist ein Bekennervideo der Terrormiliz Islamischer Staat aufgetaucht. Eingeblendet sind TV-Aufnahmen, die Trümmer und Verletzte an beiden Tatorten zeigen. Vor einem Flammenhintergrund sieht man auch US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump, der Folgendes sagt: "Brüssel war früher eine großartige Stadt, es war eine der schönsten Städte der Welt vor 20 Jahren. Und nun ist es eine Horror-Show."

Dabei handelt es sich um eine Erklärung Trumps, die er nach den Anschlägen mit 31 Toten und rund 300 Verletzten abgegeben hatte. Das rund neunminütige Video (oben sehen Sie einen Ausschnitt aus diesem Clip) dürfte authentisch sein, denn in der Aufmachung und der Botschaft steht es anderen Propagandavideos des IS um nichts nach. Der Erzähler wird mit englischen Untertiteln übersetzt.

"Kreuzfahrer-Jets bombardieren Kinder, Frauen und Alte"
Nach Trumps Rede erklingt ein Dschihadisten-Lied, in dem ein Appell an alle Sympathisanten erfolgt: "Brüder, steht auf! Holt euch euren Sieg. Auf zum Dschihad!" Danach schildert der Erzähler, was die Pflichten jedes gläubigen Muslims im Kampf gegen Ungläubige seien. Warum Belgien das jüngste Ziel der Terrorgruppe geworden ist, wird in einer Passage ebenfalls erklärt: Die Kreuzfahrer-Jets, auch die der Belgier, bombardieren nach wie vor Muslime im Irak. Sie töten Kinder, Frauen und Alte. Sie zerstören Moscheen und Schulen."

Belgien von Landkarte gesprengt
Eine Landkarte Europas wird ebenfalls gezeigt. Auf dieser wird Belgien weggesprengt. Dazwischen sieht man immer wieder IS-Kämpfer während ihres Trainings und im Einsatz. Die todesmutigen Dschihadisten, die bisher stets kompromisslos gewirkt haben, sagen auch einen bemerkenswerten Satz: "Einen Frieden mit dem Abendland kann es nur geben, wenn der Westen seine Luftangriffe einstellt."

Das Bekennervideo liefert auch Hinweise darauf, dass die Anschläge von Paris und Brüssel und die handelnden Akteure miteinander in Verbindung standen bzw. nach wie vor stehen - auch wenn der gefasste Paris-Attentäter Salah Abdeslam über seinen Anwalt ausrichtet, er habe keinerlei Kenntnis von dem Doppelanschlag am Dienstag gehabt. Die belgische Staatsanwaltschaft hat den in Brüssel gefassten Abdeslam wegen Mittäterschaft an terroristischen Morden angeklagt. Der 26-Jährige selbst will nach Angaben seines Anwalts "so schnell wie möglich" nach Frankreich überstellt werden.

Razzien in Belgien, Frankreich und Deutschland
In den vergangenen Tagen gab es in Belgien, Frankreich und Deutschland Razzien, bei denen mehrere Terrorverdächtige verhaftet wurden. Die Einsätze sollen in Verbindung mit den Anschlägen am Brüsseler Flughafen sowie in einer U-Bahn-Station gestanden sein. Am Freitag wurde ein Verdächtiger im Brüsseler Stadtteil Schaerbeek gefasst, der Sprengstoff bei sich trug.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).