Do, 14. Dezember 2017

Gauner wollen Daten

25.03.2016 15:37

Neue Betrugswelle mit Gewinnen kommt per Post

Ein Riesengewinn im Ausland oder eine reiche Erbschaft - immer wieder landen "Angebote" von Trickbetrügern in den digitalen Postfächern zahlreicher Tiroler. Viele vergessen im heutigen Internetzeitalter aber, dass Ganoven auch über den herkömmlichen Postweg versuchen, Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen ...

Hans Huber (Name von der Redaktion geändert) staunte nicht schlecht, als ihm vor wenigen Tagen per Luftpost ein Brief aus Australien ins Haus flatterte. 80 Millionen Dollar (!) wurden dem 72-jährigen Pensionisten in diesem dubiosen Schreiben versprochen. Dafür müsse er lediglich seine Kontodaten und andere persönliche Informationen in einem bereits vorbereiteten Kuvert retour schicken.

Vorsicht auch bei echt aussehenden Briefen!

„Mir war vor allem bei dieser Summe auf der Stelle klar, dass es sich um ein Schreiben von Betrügern handelt“, erklärt der ehemalige Geschäftsmann der „Krone“. Allerdings verblüffte den Innsbrucker die professionelle Aufmachung des Gauner-Schreibens. „Ich habe speziell aufgrund meiner beruflichen Laufbahn schon einiges gesehen, aber die echt wirkenden Stempel auf dem Kuvert sowie im Brief selbst haben mich doch stutzig gemacht“, meint Huber, der natürlich nicht auf das Schreiben antwortete.

Schreiben umgehend in Papierkorb entsorgen!

Nicht erklären kann sich der 72-Jährige, wie die Betrüger ausgerechnet auf ihn und seine Adresse gekommen sind. „Ich habe in letzter Zeit nie bei einem Gewinnspiel oder dergleichen mitgemacht“, schwört der Tiroler, der lediglich weiß, warum er ein solches Schreiben nicht per E-Mail erhalten hat. „Ich habe keine Adresse mehr“, lacht Huber.

Die Polizei sowie Konsumentenschützer raten in ähnlichen Fällen – gleich wie im Internet – solche Schreiben zu ignorieren und in den Papierkorb zu werfen.

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