Sa, 18. November 2017

„Krone“-Interview

25.03.2016 11:02

Adler-Coach Kuttin bilanziert: Wir sind im Aufwind

Mit dem tollen Skifliegen in Planica ist die Adler-Saison zu Ende gegangen. Zeit, um im "Krone"-Interview mit Cheftrainer Heinz Kuttin den vergangenen Winter zu analysieren.

"Krone": Der Nationencup war für dich als Cheftrainer das große Saisonziel. Wie fällt die Bilanz nach Platz vier aus?
Heinz Kuttin: Der Nationencup zeigt das Gesamtpaket eines jeden Teams. Hohe Qualität, Siegspringer und Kompaktheit sind drei wesentliche Begriffe. Mit Michi Hayböck und Stefan Kraft haben wir zwei Siegspringer. Die Qualität und Kompaktheit des Teams ist diese Saison teilweise besser geworden. Hat jedoch Luft nach oben.

"Krone": Das Team und deine Arbeit wird immer nur an früheren Rekorden gemessen. Nervt diese Kritik?
Kuttin: Ja, natürlich. Wir haben bei sechs WM-Bewerben fünf Medaillen gewonnen. Die Tournee im Vorjahr mit Platz eins und zwei beendet, heuer waren wir Dritter und Fünfter. Dazwischen gibt es Tage, die nicht gut laufen, die Performance nicht passt. Das ist menschlich.

"Krone": Werden diese tollen Erfolge in Österreich nicht genügend geschätzt?
Kuttin: Doch absolut. Wir merken wie stolz Österreich ist, die Fans hinter uns stehen.

"Krone": Wie sehr hat der Rückzug von Gregor Schlierenzauer das Team getroffen?
Kuttin: Die entstandene Lücke der letzten Jahre und der totale Rückzug von Gregor in dieser Saison zeigt, wie schnell es gehen kann. Auch die Performance von Andi Kofler war für uns nicht zufriedenstellend. Das zeigt, dass in der Vergangenheit die Balance zwischen Belastung und Regeneration für Körper und Geist nicht gestimmt hat.

"Krone": Norwegen erreichte mit 7202 Punkten das drittbeste Ergebnis aller Zeiten im Nationencup. Wie kann man den Wikingern wieder Paroli bieten?
Kuttin: Norwegen hat schwierige Zeiten hinter sich. Durch die hervorragende Arbeit von Stöckl Alex und seinem Team sind die hungrigen Norweger derzeit das Team der Stunde und gibt den Maßstab vor. Es ist uns jedoch sehr gut gelungen, die Burschen aus der TG II und sogar TG III in den Weltcup zu integrieren. Das ist vielversprechend, dass wir in zwei, drei Jahren im Nationencup wieder vorne mitmischen können.

"Krone": Michael Hayböck hat mit drei Siegen in Folge aufgezeigt. Ist er der nächste ÖSV-Weltcupsieger?
Kuttin: Wir glauben, dass Michi und Stefan die Entwicklung dafür machen können. Sie sind bereits Siegspringer und haben in diesem Winter - ihrer ersten richtigen Saison - als Leistungsträger dem Druck standgehalten. Sie sind in ihrem persönlichen Umfeld und bei "Jump and Reach" mit Patrick Murnig sehr gut aufgestellt. Jedoch ist die Latte derzeit sehr hoch. Da wollen wir hin!

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