Di, 21. November 2017

Experten fordern:

24.03.2016 18:24

Dopingsumpf: „Ganz Russland von Rio ausschließen!“

Der ganze russische Sport ist durch ein staatliches Doping verseucht und sollte gefälligst kollektiv von den Spielen in Rio verbannt werden! Dieser Ruf wird nach dem Mega-Skandal um die Schwimmer, der sich an die Dopingfälle der Leichtathleten, im Tennis (Scharapowa) oder der Ringer nahtlos anschließt, weltweit immer lauter.

Was Insidern längst klar war, deckte die "Times" auf. Dass nämlich in Russlands Schwimmsport wie bei den Leichtathleten seit rund einem Jahrzehnt systematisch gedopt wird - mit Wissen und Förderung des Staates.

Sergej Portugalow, als Doping-Arzt Drahtzieher bei den Leichtathleten, hat die Schwimmer schon 2009 aufgefordert, ein Dopingprogramm aufzusetzen. Was systematisch durchgezogen wurde, wobei auch positive Fälle vertuscht wurden. Alles nur vergleichbar mit dem Staatsdoping in der DDR in den 70er- und 80er-Jahren.

Die Frage ist, ob jetzt der Schwimmweltverband ähnlich konsequent handelt wie die IAAF, die die Russen bereits ausgeschlossen hat. Die Welt-Anti-Doping-Agentur fordert zumindest eine Aufklärung, auch im neuen Dopingfall der russischen Weltmeisterin Julia Jefimowa.

Betrug auch in China
Wenn bei den Russen die größten Sommersportarten im Dopingsumpf versinken und Skandale im weiteren Sport auftauchen, hilft vielleicht nur eine Kollektivstrafe. Was auch Österreichs Anti-Doping-Experte Willy Lilge fordert: "Die WADA und das IOC müssen ein Zeichen setzen und Russland als Nation von den Spielen in Rio ausschließen, auch wenn saubere Athleten darunter leiden. Nur so kann man Druck erzeugen, damit sich in dem Land beim Anti-Doping-Kampf etwas ändert!" Wie in der Leichtathletik ist auch im Schwimmsport nicht nur Russland betroffen: Aktuell wurden in China laut "Times" fünf positive Fälle vertuscht.

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