Mo, 20. November 2017

Doskozil reagiert

23.03.2016 15:19

Terrorwelle: „Jetzt sofort das Heer stärken!“

92,3 Prozent der "Krone"-Leser sind für eine sinnvolle Stärkung des Bundesheeres, jetzt präsentiert Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil dafür ein Strategiepapier. Auf der Liste: weitere "Black Hawk"-Helikopter, mehr Jagdkommando-Spezialisten, Drohnen und mobile Sanitätseinheiten. Angesichts der Bedrohungslage sollte von der ÖVP ein Okay kommen. "Wir wissen genau, was wir benötigen, um die Sicherheit der Österreicher bestmöglich zu garantieren", erklärt Doskozil im "Krone"-Gespräch das Strategiepapier.

"Die aktuelle Terrorbedrohung stellt auch das Heer vor neue Aufgaben", erwartet sich Doskozil vom Koalitionspartner ÖVP - also auch von Finanzminister Hans Jörg Schelling in den laufenden Budgetgesprächen - eine Zustimmung.

Und das sind die wichtigsten Punkte im Strategiepapier:

  • Das Heer benötigt noch mehr gepanzerte Fahrzeuge (wie "Pandur" oder "Dingo").
  • Die Luftbeweglichkeit muss weiter erhöht werden - mit einer Aufstockung der "Black Hawk"-Helikopterflotte um weitere drei Hubschrauber.
  • Die Soldaten benötigen mehr Schutzwesten und eine persönliche Ausstattung gegen atomare, chemische und biologische Kampfstoffe.
  • Zusätzlich sollen mehr Drohnen sowie eine Drohnenabwehr bestellt werden.
  • Die Sanitätseinheiten brauchen mehr Ärzte und Notarzttrupps, dazu luftbewegliche Sanitätsmodule und gepanzerte Sanitätsfahrzeuge.
  • Das Jagdkommando soll personell deutlich verstärkt werden.

"Wichtig ist auch eine Investition in die Miliz"
"Besonders wichtig ist auch eine Investition in die Miliz. Bei den zehn Bataillonen fehlt für neun moderne Ausrüstung", sagt Doskozil. Die Miliz müsste bei akuter Terrorgefahr gefährdete Objekte schützen.

Vizekanzler Reinhold Mitterlehner sagt zu diesem Sicherheitspaket: "Ja, wir brauchen ein starkes Bundesheer. Ich bin dafür, die Finanzierungsfrage am Verhandlungstisch zu lösen, auf Basis eines vernünftigen Reformkonzeptes." ÖVP-Präsidentschaftskandidat Andreas Khol formulierte im krone.at-Interview wesentlich klarer: "Die Aufrüstung des Bundesheeres ist absolut nötig. Die Sicherheit der Bürger geht über alles."

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