Mo, 20. November 2017

Schon zehn Brände

23.03.2016 09:33

Der Feuerteufel soll im Haus in Gnigl wohnen

Nahezu sicher ist sich die Polizei jetzt, dass jener Unbekannte, der seit vergangenen Mittwoch in einem Mehrparteienhaus in Salzburg-Gnigl insgesamt zehn Brände legte, auch dort wohnt. Nur so kann man sich erklären, dass es am Sonntagabend erneut Feueralarm gab. Diesen konnte der Hausmeister selbst löschen.

"Krone"-Leser wissen Bescheid: Ein Unbekannter legte in der Nacht zum Mittwoch, am Mittwoch noch einmal und schließlich Samstagnacht und Sonntagfrüh ein Feuer in dem Haus mit sechs Mietern in der Mühlstraße 3 in Gnigl. Gegen 20.40 Uhr gab es dann am Sonntag erneut einen Alarm. Der Hausmeister entdeckte das Feuer im Vorhaus des ersten Stockes und löschte es mit Wassereimern. Er alarmierte wie schon bei den anderen Fällen die Polizei. Diese ist bei den Ermittlungen schon vorangekommen. "Wir schauen uns die Bewohner und ihren Hintergrund intensiv an. Sie werden auch noch einmal befragt", erklärt Polizeisprecherin Irene Stauffer.

Da nach den ersten absichtlich gelegten Feuern das Türschloss ausgewechselt wurde, liegt der Verdacht mehr als nur nahe, dass es sich beim Brandstifter um einen Bewohner handelt. Sonst hat ja keiner Zugang zum Haus. Besonders genau befragt wird der Hausmeister. Er dürfte den Großteil der Brände entdeckt und gleich zweimal auch selbst gelöscht haben. Weiß er mehr als er zugibt? Am Montag wurde das Gebäude auch noch einmal mit Brandmittelspürhunden durchsucht. Doch schon wie bei den Fällen zuvor wurde auch diesmal kein Brandbeschleuniger gefunden.

Risiko für Brandstifter nicht abzuschätzen
Berufsfeuerwehrchef Reinhold Ortler erklärt, dass der Feuerteufel das Risiko, jemand zu verletzen oder das ganze Haus zu beschädigen, nie abschätzen konnte. Zudem seien unter anderem im Stiegenhaus Brände gelegt worden. "Wird das ganze Treppenhaus verraucht, haben andere keine Chance mehr zur Flucht", so Ortler. Hinzu kommt, dass die Feuer meist zur Nachtzeit ausbrachen. "Damit riskiert man die Sicherheit und Gesundheit aller Menschen in dem Haus", zeigt sich Ortler erschüttert. Derartige Brandstiftungsserien gab es schon öfter, etwa in St. Veit. Dort war ein Hausbewohner der Täter.

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