Do, 14. Dezember 2017

Anschläge in Brüssel

22.03.2016 17:31

"Alarmstufe Rot" jetzt auch am Wiener Flughafen

"Alarmstufe Rot" am Flughafen Wien-Schwechat! Nach genau ausgeklügeltem Notfallplan wurden gleich nach Eintreffen der ersten Meldungen zu den Terroranschlägen in Brüssel auch am größten heimischen Airport alle nur erdenklichen Sicherheitsmaßnahmen in Gang gesetzt. Alle verfügbaren Kräfte wurden mobilisiert. Auch zusätzliche Kriminalbeamte patrouillieren.

Dienstag knapp nach 9 Uhr und damit kurz nach dem verheerenden Anschlag auf die EU-Hauptstadt Brüssel: Über den großen "Krone"-Nachrichtenticker in der Ankunftshalle laufen die ersten und immer dramatischeren Nachrichten aus Brüssel. Die Stimmung am Flughafen Wien-Schwechat ist in diesen Schicksalsminuten gedämpft. Gespannte Ruhe liegt in der Luft. Passagiere blicken ängstlich um sich.

"Wir und viele andere haben Angst"
"Als ich die Schlagzeile gesehen habe, wollte ich nicht mehr weiterlesen. Mir ist mulmig zumute", meint etwa die 22-jährige Tatjana. "Schreckliche Nachrichten sind das. Ich frage mich, wo das noch alles enden soll? Wir und viele andere haben Angst", sagt auch der 63-jährige Passagier Peter K.

Schon eine laute Durchsage lässt viele Fluggäste zusammenzucken - und im gleichen Moment wieder aufatmen. Zusätzliche schwer bewaffnete Polizeibeamte und G4S-Securitys wurden blitzschnell und nach ausgeklügeltem Alarmplan an jeder Ecke des Airports positioniert. "Jedes kleinste unbeaufsichtigte Gepäckstück könnte schon eine Gefahr darstellen. Wir gehen da auf Nummer sicher", bestätigt einer der Sicherheitsleute.

Unbeaufsichtigtes Gepäcksstück sorgte für Aufregung
Dies zeigte sich bereits am Dienstagnachmittag gegen 16.30 Uhr, als tatsächlich ein unbeaufsichtigtes Gepäcksstück am Bahnhof des Airports für große Aufregung sorgte: Sofort wurde die Station gesperrt, der Zugverkehr vorübergehend eingestellt, sämtliche Reisende aufgefordert, das Gebäude zu verlassen. Die Betroffenen hätten sich sehr unaufgeregt verhalten, so eine Augenzeugin. 45 Minuten lang dauerte die Sperre an, kurz vor 17.15 Uhr konnte jedoch Entwarnung gegeben und der Bahnhof wieder geöffnet werden.

"Sämtliche Polizei- und Security-Kräfte mobilisiert"
Doch auch das Personal des Wiener Flughafens wirkt besorgt. "Hundertprozentige Sicherheit gibt es nirgendwo auf der Welt. Auch nicht in Schwechat. Wir haben Angst, dass auch hier jederzeit etwas Ähnliches wie in Brüssel passieren könnte", befürchtet eine AUA-Angestellte, die anonym bleiben möchte.

"Ich kann verständlicherweise jetzt in dieser Stunde keine Details über die Zahl der Einsatzkräfte preisgeben. Wir haben aber sofort sämtliche verfügbaren Polizei- und Security-Kräfte mobilisiert. Kriminalbeamte in Zivil patrouillieren jedenfalls noch mehr als sonst", versucht Flughafendirektor Günther Ofner im Gespräch mit der "Krone" zu beruhigen.

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