Mi, 22. November 2017

„Krone“-Ombudsfrau

23.03.2016 06:00

Anrainer-Kampf gegen Mehrparteienhaus in Siedlung

Kein Osterfriede im oberösterreichischen Pasching: Im Ortsteil Langholzfeld soll ein Mehrparteienhaus errichtet werden. Die Anrainer protestieren, rufen sogar das Landesverwaltungsgericht an. Der Bürgermeister als erste Bauinstanz und der Gemeinderat haben das Vorhaben aber bereits abgesegnet.

"In diesem Gebiet sind ausschließlich eingeschoßige Einfamilienhäuser und Bungalows erbaut worden. Nun wird mitten in diesem schönen, ruhigen Ortsteil ein dreistöckiges Ertragsobjekt mit 15 Wohneinheiten unter Ausnutzung aller Möglichkeiten erbaut", ärgert sich Gerhard Scheiblhofer, Besitzer eines Nachbargrundstückes. "Das geplante Haus passt nicht ins Siedlungsgebiet." Bereits 2012 gab es laut dem Oberösterreicher einen ersten Versuch, eine Baugenehmigung zu erreichen.

Damals scheiterte das Projekt an der (Feuerwehr-)Zufahrt. Auch die benachbarte Stadtgemeinde Leonding meldete damals Bedenken dazu an. "Wir haben Einspruch erhoben, da es sich bei der geplanten Zufahrt um eine schmale Stichstraße auf unserem Gemeindegebiet handelt. Aber wir hatten keinen Erfolg damit. Trotzdem hätten wir eine Aufschließung über Paschinger Gemeindegebiet bevorzugt", sagt Thomas Dirngrabner von der Stadtplanung in Leonding. Gerhard Scheiblhofer denkt bei der Zufahrt auch an die Feuerwehr: "Ich weiß nicht, wie Einsatzfahrzeuge im Brandfall das schaffen können."

Paschings Bürgermeister Peter Mair hat das Bauprojekt als Baubehörde erster Instanz genehmigt und kann sich auch auf eine Bestätigung durch den Gemeinderat berufen. Nun wartet er auf die Entscheidung des Landesverwaltungsgerichtes, das von Anrainern angerufen wurde. Er ist zuversichtlich. "Es gibt einen Bebauungsplan. Alle Gutachten sind positiv." Als Bürgermeister freut er sich über neue Wohnungen in Pasching: "Auf dem Land wohnen, und in wenigen Minuten ist man in Linz."

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