Mo, 11. Dezember 2017

Terror in Brüssel

22.03.2016 15:02

Belgische Atomkraftwerke wurden teilevakuiert

Nach den blutigen Terroranschlägen in Brüssel, bei denen am Dienstag über 30 Menschen getötet wurden, sind die beiden belgischen Atomkraftwerke teilweise evakuiert worden. Das für den Betrieb der Anlagen nicht unbedingt notwendige Personal habe die Kraftwerke in Doel und Tihange verlassen, sagte ein Sprecher der Betreiberfirma Electrabel am Dienstag. Mit dieser Maßnahme würden behördliche Sicherheitsanordnungen umgesetzt.

In Belgien sind zwei Kernkraftwerke - das nur 60 Kilometer von der deutschen Grenze bzw. rund 25 Kilometer südwestlich von Lüttich gelegene AKW Tihange sowie das AKW Doel etwa 40 Kilometer nordwestlich von Brüssel - mit insgesamt sieben Reaktorblöcken am Netz. Die Kernenergie hat in Belgien einen Anteil von 54 Prozent an der gesamten Stromerzeugung.

Tschechische AKWs erhöhen Alarmbereitschaft
Im Zusammenhang mit den Anschlägen in Brüssel haben die beiden tschechischen Atomkraftwerke - das südböhmische Temelin und das südmährische Dukovany - die Alarmbereitschaft von 0 auf 1 erhöht, wie der tschechische Energiekonzern CEZ mitteilte.

Stufe 1 (insgesamt gibt es vier Stufen, Anm.) bedeute noch keine konkreten Hinweise auf mögliche terroristische Aktivitäten auf dem Gebiet Tschechiens. Allerdings werde die Beobachtung der Situation innerhalb der Kraftwerke und deren Umgebung präventiv verstärkt. Auch würden die Eintrittskontrollen strenger werden und das Personal der Kraftwerke sei im direkten Kontakt mit der Polizei und anderen Sicherheitsorganen des Landes, erklärten die Sprecher der AKWs.

Frankreich und Deutschland verstärken Grenzkontrollen
Der französische Innenminister Bernard Cazeneuve kündigte indes an, 1600 zusätzliche Polizisten an den Grenzen und in Zügen einzusetzen. Auch die deutsche Polizei verstärkte ihre Maßnahmen an den deutschen Grenzen, insbesondere zu Belgien, Frankreich, den Niederlanden und Luxemburg sowie an allen Bahnhöfen und Flughäfen. Die britische Polizei kündigte an, ihre Präsenz an den Verkehrsknotenpunkten zu verstärken.

Nach mehreren europäischen Flughäfen, darunter auch Wien-Schwechat, erhöhte auch die Polizei in New York ihre Präsenz auf den Airports und Metrostationen der US-Metropole, berichtete der Sender NBC.

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