So, 19. November 2017

IS-Terroristen?

21.03.2016 18:51

Türkische Polizei jagt diese drei Verdächtigen

Die Türkei erlebt derzeit laut Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan "eine der größten Terrorismuswellen seiner Geschichte". Nach dem blutigen Selbstmordattentat am Samstag mit fünf Toten und 39 Verletzten geht nun die Angst vor neuen schweren Anschlägen um. Die türkische Polizei veröffentlichte am Montag die Bilder von drei Verdächtigen, die im Namen der Terrormiliz Islamischer Staat "spektakuläre Attentate" in großen Menschenmengen planen sollen.

Mehrere türkische Zeitungen veröffentlichten am Montag auf ihren Titelseiten Bilder der Männer, die Anweisungen erhalten hätten, insbesondere belebte Plätze in Istanbul anzugreifen. Unter Berufung auf Sicherheitskreise schrieben die Medien, dass die Gesuchten zu einer aktiven Zelle in der Türkei gehörten und türkische Staatsbürger seien. "Alle Einheiten der Polizei in den Provinzen haben Maßnahmen zur Festnahme der drei Terroristen eingeleitet", hieß es.

Attentäter hatte ursprünglich anderes Ziel
Der Attentäter vom Samstag ist mittlerweile identifiziert. Er soll Mehmet Ö. heißen und aus dem südostanatolischen Gaziantep stammen. Ö. soll nach Darstellung eines Regierungsmitarbeiters ursprünglich ein anderes Ziel gehabt haben. Demnach wollte er den Sprengsatz an einem belebteren Ort zur Explosion bringen, wurde aber von der Polizei abgeschreckt und zündete dann in Panik die Bombe. Unter den Toten sind drei Israelis, zwei davon haben die US-Staatsbürgerschaft, außerdem ein Iraner.

Unter den 36 Verletzten waren ebenfalls zahlreiche Ausländer. Österreicher sind nach Angaben des Außenministeriums keine darunter. Der Salzburger Bürgermeister Heinz Schaden, der mit seiner Frau den Urlaub in Istanbul verbringt, entging nur knapp dem Anschlag.

Erdogan: "Werden sie mit den härtesten Mitteln bekämpfen"
Die Sicherheitslage in der Türkei ist seit Monaten äußerst angespannt. Die türkischen Streitkräfte nehmen an den US-geführten Militäreinsätzen gegen den Islamischen Staat im Irak und in Syrien teil. Zudem kämpfen die Sicherheitskräfte gegen die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), die ebenfalls für zahlreiche Anschläge verantwortlich gemacht wird. Präsident Erdogan versprach am Montag: "Wir werden diese Organisationen mit den härtesten Mitteln bekämpfen." Das türkische Volk rief er zur "Mobilisierung" auf.

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