Sa, 16. Dezember 2017

"Das war falsch"

21.03.2016 10:52

Go-go-Tänzerinnen auf Party: Xbox in der Kritik

"Das war eindeutig falsch" - mit diesen Worten hat sich Microsoft für den Auftritt leicht bekleideter Tänzerinnen auf einer Xbox-Party während der Game Developers Conference in San Francisco entschuldigt. Vor allem auf Twitter war der Konzern heftig für die Darbietung kritisiert worden.

Aufnahmen von der Veranstaltung hatten in der Nacht auf Freitag begonnen, die Runde im Internet zu machen und dort binnen kurzer Zeit für Entrüstung gesorgt - nicht nur, aber vor allem bei Frauen, die bereits seit Jahren den in der Spieleindustrie vorherrschenden Sexismus kritisieren.

"Ich tanze gerne und spreche gerne mit Entwicklern, aber nicht auf dieser Party", kritisierte etwa die australische Twitter-Nutzerin Kamina Vincent und kündigte - ebenfalls via Twitter - an, eine formelle Beschwerde bei Microsoft einzureichen. "Ich versuche Frauen dazu zu ermutigen, dieser Industrie beizutreten, und dann passiert so etwas", schrieb sie.

Xbox-Chef gelobt Besserung
Letztlich sah sich auch Microsoft genötigt, den Vorfall zu kommentieren. Xbox-Chef Phil Spencer betonte in einem offiziellen Statement, dass die zur Begrüßung der Gäste angeheuerten Tänzerinnen in knappen Schulmädchen-Uniformen "in keiner Weise" die Werte Microsofts repräsentierten.

Er könne nachvollziehen, dass der Event viele Menschen "enttäuscht" habe, sagte Spencer weiter und versprach, "es in Zukunft besser zu machen". In einer E-Mail an seine Mitarbeiter betonte der Xbox-Chef sein Engagement: "Ich trete persönlich dafür ein, dass Vielfalt und Integration in unserem täglichen Geschäft von zentraler Bedeutung sind."

Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, hatte der Konzern ironischerweise nur wenige Stunden vor der Party als Sponsor bei einer Veranstaltung für "Frauen im Gaming" stark gemacht. Eine Twitter-Nutzerin fragte spöttisch, ob mit dem selben Geld auch die Tänzerinnen in Unterwäsche bezahlt worden seien.

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