Do, 14. Dezember 2017

Fluglotsenstreik

21.03.2016 12:50

Verspätungen und Chaos an Pariser Flughäfen

Der Flugbetrieb an den Pariser Flughäfen ist am Sonntag und Montag durch einen Fluglotsenstreik stark beeinträchtigt worden. Am Flughafen Orly fiel am Sonntag rund die Hälfte der Flüge aus, am Airport Roissy-Charles de Gaulle waren rund 40 Prozent der 1400 Flüge verspätet, wie die Betreiber mitteilten. Auch an anderen Flughäfen in Frankreich, darunter in Bordeaux, Lyon und Marseille, gab es Verspätungen.

Auch am Montag fielen erneut zahlreiche Flüge aus. Betroffen waren nach Angaben der Flugaufsicht DGCA vor allem innerfranzösische Verbindungen. Die Airlines wurden aufgefordert, etwa 20 Prozent der Flüge nach Paris-Orly, Marseille, Lyon, Nizza und Beauvais vorsorglich zu streichen.

Besonders chaotisch war die Lage am Sonntag auf dem zweitgrößten Pariser Flughafen Orly, wo laut DGCA mehr als 70 Prozent der rund 87.000 Passagiere betroffen waren. Viele sind aber wegen der Streikankündigung erst gar nicht am Flughafen erschienen. Bei vielen Flügen, die nicht komplett gestrichen worden waren, mussten die Passagiere stundenlange Verspätungen hinnehmen.

Vor den Schaltern der Fluggesellschaften bildeten sich lange Warteschlangen, viele Passagiere klagten über mangelnde Informationen. Da ein Großteil der Streichungen Inlandsflüge betraf, entschieden sich einige Fluglinien, ihre Kunden per Bus an ihre Ziele zu bringen.

Zu dem 48-stündigen Streik aufgerufen hatte die drittgrößte Fluglotsengewerkschaft UNSA-ICNA. Mit dem Ausstand protestiert sie gegen Pläne für einen beschleunigten Stellenabbau in diesem Jahr sowie gegen mangelnde Investitionen bei der Flugkontrolle.

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