Mo, 11. Dezember 2017

43 Verletzte

20.03.2016 20:24

13 Studentinnen bei Busunglück in Spanien getötet

Bei einem schweren Busunglück in Spanien sind 13 Studentinnen ums Leben gekommen. Etwa 30 Menschen in dem Reisebus wurden bei dem Unfall in der Nähe von Tarragona im Nordosten des Landes schwer verletzt, 13 weitere kamen mit leichten Blessuren davon. Der katalanische Innenminister Jordi Jane bestätigte am Abend, dass es sich bei den 13 Toten ausschließlich um junge Frauen gehandelt habe. Gerichtsmediziner wollten die Obduktionen der Opfer noch in der Nacht abschließen.

Die Herkunft der Opfer war zunächst nicht bekannt, die Fahrgäste dürften aber aus insgesamt 19 Ländern stammen. Die DNA-Daten sollten nach der Obduktion mit den Daten von Verwandten abgeglichen werden, so der Minister. "Das ist ein heikles Thema", betonte Jane. "Wir werden eine Liste der Opfer erst herausgeben, wenn alle Informationen mit Sicherheit bestätigt sind." 23 Verletzte befanden sich am Abend noch in verschiedenen Krankenhäusern. Insassen, die nur leichte Verletzungen erlitten hätten, sollten von den Behörden befragt werden, kündigte der Minister an. Vielleicht könnten sie dabei helfen, Tote zu identifizieren.

Bus kollidierte mit Pkw
Der Bus war kurz vor Morgengrauen mit 61 Menschen an Bord auf einer Autobahn auf die Gegenfahrbahn geraten, mit einem anderen Fahrzeug zusammengeprallt und auf die Seite gestürzt. Alles deute darauf hin, dass menschliches Versagen des Fahrers die Ursache des Unglücks gewesen sei, sagte Jane.

Erasmus-Studenten auf dem Weg zu einem Volksfest
Im Bus waren Erasmus-Studenten, die einen Ausflug zum Abschluss des Volksfestes "Las Fallas" in Valencia unternommen hatten. Das Unglück ereignete sich auf der Rückfahrt nach Barcelona. Die Veranstalter der Exkursion hatten nach Informationen des katalanischen Fernsehens TV3 insgesamt fünf Busse gechartert. Der Unglücksbus sei das letzte Fahrzeug in der Kolonne gewesen, hieß es.

Nach Informationen des Ministers war der Bus an den rechten Rand der Autobahn geraten. Der Fahrer habe dann das Steuer herumgerissen. Daraufhin sei der Bus auf die Gegenfahrbahn geraten, mit einem Personenwagen kollidiert und auf der Seite liegen geblieben. Zwei Menschen in dem Auto seien verletzt worden.

Fahrer des Busses leicht verletzt
Der Fahrer des Busses überstand das Unglück leicht verletzt. Ein Test auf Alkohol und Drogen habe keinen Befund ergeben, teilte die Justiz in Barcelona mit. Spaniens König Felipe VI. und Königin Letizia sprachen den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus. Der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont ordnete eine offizielle Trauer von zwei Tagen an.

Der Bürgermeister des nahe gelegenen Dorfes Freginals, Josep Roncero, sagte dem Radiosender RAC1, an der Unglücksstelle hätten sich schön häufiger Unfälle ereignet. Im September 2014 waren in Spanien bei einem Busunglück in der Region Murcia im Südosten des Landes 14 Menschen getötet worden.

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