Do, 23. November 2017

Hofmann auf Bank

20.03.2016 16:19

Rapid muss sich in Ried aus Krise schießen

Bei Rapid ist am Sonntag im Auswärtsspiel der 28. Fußball-Bundesliga-Runde gegen die SV Ried Wiedergutmachung angesagt. Die Hütteldorfer wollen im Innviertel beweisen, dass die 0:4-Heimniederlage am Samstag gegen die Admira ein einmaliges Blackout und nicht der Beginn einer Abwärtsspirale war.

Die vergangenen Tage dienten dazu, das Debakel gegen die Südstädter so gut wie möglich zu verarbeiten. "Wir haben es besprochen, auch die ganze Situation rundherum", erklärte Trainer Zoran Barisic. "Es gibt viele, die mit uns gefeiert haben, und viele von ihnen verdammen uns jetzt."

Dennoch hat der Wiener Verständnis für die scharfe Kritik nach dem 0:4. "Das gehört dazu und ist bei Rapid normal, weil man von Rapid immer mehr erwartet und die Mannschaft auch gezeigt hat, dass sie gut ist."

Trotz des schweren Rückschlags sind Rapids Meisterchancen nach wie vor intakt - der Rückstand auf Spitzenreiter Salzburg beträgt nur einen Punkt. Seine Aussage, wonach Rapid vom Titel "so weit entfernt ist wie die Erde vom Mond", relativierte Barisic. "Das war unmittelbar nach dem Admira-Spiel. Da habe ich gemeint, wir sollten aufhören, vom Titel zu träumen. Das dürfen die Fans, aber wir müssen hart arbeiten, um ihre Träume zu erfüllen und werden natürlich alles unternehmen, um das Maximum zu erreichen."

Ein erster Schritt wäre ein Auswärtssieg gegen Ried, der zumindest laut Statistik alles andere als unwahrscheinlich ist - die jüngsten neun Bundesliga-Duelle gingen allesamt an Rapid. "Möglicherweise sind wir so etwas wie ein Angstgegner für Ried, aber man muss die Spiele auch im Detail betrachten. Dann sieht man, dass die meisten davon sehr eng waren", betonte Barisic.

Der 45-Jährige zeigte großen Respekt vor den Riedern. "Beim Sieg gegen Salzburg und bei der unglücklichen Niederlage gegen die Austria haben sie gezeigt, dass sie in Partien gegen starke Gegner auf einem gewissen Niveau spielen können. Auf der anderen Seite gab es bei ihnen eine Nervosität gegen Mannschaften in ähnlichen Tabellenregionen", analysierte Barisic.

Auch aus diesem Grund holten die Rieder aus den vergangenen fünf Partien nur zwei Punkte, der Vorsprung auf Schlusslicht Grödig beträgt lediglich drei Zähler. "Jeder Einzelne muss im Grenzbereich arbeiten. Wenn der eine oder andere eine Schwäche zeigt, dann werden wir wenig oder keine Chancen haben", befürchtete SVR-Trainer Paul Gludovatz.

Rapids Debakel gegen die Admira bezeichnete der 69-Jährige als einmaligen Ausrutscher. "Wir sind nicht so vermessen, dass wir Rapid nach dem einen schlechten Ergebnis bewerten", sagte Gludovatz und ergänzte: "Wir müssen einen Abwärtstrend aufhalten, Rapid hatte nur einen Aussetzer."

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