Do, 14. Dezember 2017

Delegation zu Gast

20.03.2016 10:05

Iraner und Steirer wälzen Thermen-Pläne

Dass der gute Ruf der steirischen Thermen über die Landesgrenzen hinaus reicht, ist nichts Neues. Doch eine iranische Tourismus-Delegation, die sich mehrere weiß-grüne Leitbetriebe ansieht, erstaunt doch. In der Nähe der nordiranischen Stadt Ardebil sollen moderne Thermen entstehen - mit steirischem Know-how!

Die Pläne lagen bereits 2006 auf dem Tisch: Thermalbäder, dazu Hotels, eingefädelt durch den iranischstämmigen Architekten Bahman Asreahan, der seit Jahrzehnten in Graz lebt. Doch dann kamen die internationalen Wirtschaftssanktionen, und das Vorhaben wurde auf Eis gelegt. Nun, da Tauwetter mit dem Iran herrscht, scheint die Zeit reif für einen neuen Anlauf.

"Es gibt viele heiße Quellen im Iran, die zu 90 Prozent ungenutzt sind. Die wenigen bestehenden Thermen sind veraltet", sagt Asreahan. Bei 80 Millionen Iraner wäre ein Markt vorhanden, meint er. Die kaufkräftige Oberschicht fliegt derzeit für Thermenbesuche um viel Geld nach Indien.

"Wir sind sehr interessiert"
Dieser Tage waren Vertreter einer halbstaatlichen Tourismus-Entwicklungsfirma in Bad Waltersdorf und Bad Radkersburg zu Gast. "Wir sind sehr interessiert, ähnliche Organisationen im Iran aufzubauen", sagt Vorstandsmitglied Akbar Nemati Yazdi. Es müssten aber die Kulturunterschiede berücksichtigt werden, etwa getrennte Bäder für Frauen und Männer.

Der Grazer Asreahan hat bereits weiterführende Visionen: Ihm schwebt eine Tourismusschule im Iran vor - natürlich auch mit steirischem Know-how.

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