Mo, 18. Dezember 2017

21 Millionen Dollar

18.03.2016 10:10

Spotify zahlt bisher leer gegange Musiker aus

Musiker, deren Songs bei Spotify gespielt werden, dafür aber bisher kein Geld bekamen, sollen nachträglich entlohnt werden: Der Streamingdienst schloss laut AFP eine entsprechende Vereinbarung mit der US-Musikindustrie über insgesamt 21 Millionen Dollar - Forderungen in Höhe von 16 Millionen Dollar, auf die Spotify noch fünf Millionen Dollar drauflege.

In manchen Fällen sei kein Geld geflossen, weil das Unternehmen keinerlei Informationen über den Komponisten oder Rechteinhaber hatte, erklärte Spotify. Der Vereinbarung zufolge soll sich daher nun jeder Komponist oder Rechteinhaber melden können, der meint, seine Musik werde gestreamt, ohne dass er eine Vergütung erhält.

Streaming in der Kritik
Der schwedische Streamingdienst steht bei vielen Musikern schon seit Langem in der Kritik. Sie sind der Meinung, von Spotify nicht ausreichend bezahlt zu werden. Erst Ende Dezember hatte der US-Rockmusiker David Lowery den Dienst wegen Verletzung von Urheberrechten auf die Zahlung von 150 Millionen Dollar verklagt. Spotify habe Songs ohne Erlaubnis gestreamt, hieß es zur Begründung.

"Spotify entzieht sich seiner Verantwortung"
Die Folksängerin Melissa Ferrick hatte im Jänner eine Sammelklage gegen Spotify eingereicht. Sie verlangt 200 Millionen Dollar. Lowerys Anwältin Mona Hanna kritisierte am Donnerstag den Deal mit der US-Musikindustrie: Spotify versuche so, sich am Gericht vorbei seiner Verantwortung zu entziehen.

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