Fr, 15. Dezember 2017

Kriminalstatistik

18.03.2016 09:23

Täglich 119 Straftaten, über die Hälfte geklärt

Die Richtung stimmt! Zum dritten Mal in Folge sank in Tirol im Vorjahr die Zahl der angezeigten Straftaten. Das zeigt die am Donnerstag präsentierte Kriminalstatistik für 2015. Insgesamt wurden 43.352 Delikte verzeichnet. Die Aufklärungsquote liegt bei 51,2 Prozent, was den guten zweiten Rang im Österreich-Ranking bedeutet.

2012 waren es in Tirol noch 46.470 angezeigte Straftaten, in den beiden darauffolgenden Jahren dann 44.916 bzw. 43.910. Und im Vorjahr sank die Zahl der Delikte dann um weitere 1,3 Prozent auf 43.352. "Das ist der geringste Wert in den vergangenen elf Jahren", freut sich Landespolizeidirektor Helmut Tomac. Statistisch gesehen muss hierzulande übrigens jeder zweite Ganove damit rechnen, erwischt zu werden. Die Aufklärungsquote lag 2015 bei 51,2 Prozent und damit deutlich über dem Österreich-Schnitt (44 %). "Ebenfalls der beste Wert seit 2005", ergänzt Tomac . Tirol belegt in diesem Ranking erstmals Platz zwei und muss sich nur Vorarlberg (57%) geschlagen geben.

Die "Krone" fasst weitere wichtige Details zusammen:

Strafbare Handlungen gegen Leib und Leben: Bei der Gewaltkriminalität wurden 3346 Anzeigen (minus 4,6% im Vergleich zu 2014) verzeichnet. Der aufsehenerregendste Fall in dieser Rubrik war wohl der Schrebergartenmord in Innsbruck-Arzl.

Strafbare Handlungen gegen fremdes Vermögen: Mit 12.452 Fällen gab es im Bereich Diebstahl um 5,6 Prozent weniger Anzeigen. "Ein Wermutstropfen ist der Anstieg bei den Einbrüchen, vor allem in Wohnungen", betont Walter Pupp, Chef des LKA Tirol. Während die Zahl der Coups in Firmen und Geschäfte (-9%), Gewerbe- und Industriestätten (-24,9%) und Wohnhäusern (-7,8%) zurückging, gab es bei den Einbrüchen in Fahrzeuge (+28%) und Wohnungen (+40,9%) einen deutlichen Anstieg!

Außerdem wurden im Vorjahr insgesamt 93 Raubdelikte verzeichnet, wobei die Zahl der schweren Raubüberfälle (mit Waffe) um 8,3 Prozent sank. Ein Minus gab es auch bei Betrugsdelikten (2592 bzw. -6,4%). Dafür wurden im Bereich der Internetkriminalität um fast 15 Prozent mehr Delikte (848) zur Anzeige gebracht.

Hinsichtlich Suchtmittelmissbrauch verzeichnete die Polizei im Vorjahr 4003 Delikte. Dass sind um 587 Fälle mehr als 2014. 62 Festnahmen, in 38 Fällen wurde die U-Haft verhängt.

Insgesamt konnte die Polizei 25.059 Tatverdächtige ausforschen - 10.367 waren Ausländer. Knapp ein Drittel sind Touristen (2923), gefolgt von Arbeitnehmern (2648) und Arbeitslosen (1810). 15,4% der ausländischen Tatverdächtigen sind Asylwerber (1595).

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