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18.03.2016 08:20

Kim Jong Un ließ wieder Raketen abfeuern

Nordkorea hat am Freitag erneut zwei Raketen abgefeuert. Nach US-Angaben handelte es sich vermutlich um Mittelstreckenraketen vom Typ Rodong. Zuvor hatte Südkorea von einer Rakete gesprochen, die nach rund 800 Kilometern vor der Ostküste Nordkoreas ins Meer gestürzt sei. Das Geschoss sei in Sukchon im Südwesten des international isolierten Landes abgefeuert worden, teilte Südkoreas Verteidigungsministerium mit.

Etwa 20 Minuten später wurde laut den USA eine zweite Rakete abgefeuert, die aber bald vom Radar verschwand. Die von den USA vermuteten Rodong-Raketen haben eine maximale Reichweite von 1300 Kilometern.

Fast täglich neue Drohungen aus Pjöngjang
Seit dem Beginn eines gemeinsamen Militärmanövers der USA und Südkoreas vor zwei Wochen gibt es fast täglich neue Drohungen Pjöngjangs. Ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums sagte in Seoul, das Militär seines Landes sei jederzeit bereit, auf eine Bedrohung der nationalen Sicherheit durch Nordkorea zu reagieren.

Der japanische Regierungschef Shinzo Abe verurteilte den Raketentest ebenfalls. Sein Land werde eine Antwort mit den USA, Südkorea und anderen betroffenen Ländern koordinieren, sagte der Ministerpräsident. Das US-Außenministerium rief Pjöngjang auf, jede weitere Handlung zu unterlassen, die "die Spannungen weiter anheizen" könnte. Am Donnerstag hatten die USA ihre Sanktionen gegen Nordkorea weiter verschärft.

Mit Raketentests UN-Resolutionen verletzt
Nordkorea hatte am 6. Jänner seinen vierten Atomwaffentest seit 2006 und einen Monat später den Start einer ballistischen Rakete bekannt gegeben. Seither folgten mehrere weitere Starts. Sämtliche Aktionen verstießen gegen UNO-Resolutionen. Der UNO-Sicherheitsrat beschloss Anfang März die bislang schärfsten Sanktionen gegen Pjöngjang.

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