So, 19. November 2017

470 neue Jobs

17.03.2016 13:06

54 Millionen Euro Gewinn: AUA im Steigflug

Die Lufthansa-Tochter AUA hat 2015 einen operativen Gewinn (EBIT) von 54 Millionen Euro eingeflogen, im Jahr zuvor waren es noch 17 Millionen Euro gewesen. Die Umsätze nahmen um 3,2 Prozent auf rund 2,2 Milliarden Euro zu. "Das Umsatzplus von 70 Millionen Euro stammt aus dem Kerngeschäft", hob Heinz Lachinger, Finanzchef der AUA, am Donnerstag hervor. Bis 2017 will das Unternehmen rund 70 Piloten und 400 Flugbegleiter aufnehmen.

"Jede vierte Million aus dem Umsatzzuwachs kommt aus den Neuanflügen, besonders die Interkontinentalflüge nach Nordamerika entwickelten sich positiv", bilanzierte der neue AUA-Chef Kay Kratky vor Journalisten am Flughafen Wien. Im Laufe des Jahres sollen auch Shanghai, Hongkong und Havanna angeflogen werden. "Die Aufgabe in den kommenden Monaten wird sein, die neu aufgenommenen Langstreckenziele gewinnbringend zu vermarkten", sagt Lachinger zu den Plänen für 2016 und erwartet heuer mehr Gewinn.

Bei den Passagierzahlen wurde ein Minus von drei Prozent verbucht, rund 10,8 Millionen Fluggäste hoben im vergangenen Jahr mit der AUA ab. Dies sei auf die gezielte Kapazitätsreduktion im Europaverkehr, vor allem in Russland und der Ukraine, zurückzuführen.

Im Jänner und Februar 2016 gab es hingegen einen leichten Passagierzuwachs von drei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, es zeichneten sich auch erste Veränderungen im Buchungsverhalten ab. "Wir bemerken eine größere Sensibilität unserer Kunden bei der Urlaubsplanung", hält Kratky fest. Demnach gingen die Buchungen für Destinationen in der Türkei und Nordafrika abermals zurück. Größerer Beliebtheit erfreuen sich Ziele im westeuropäischen Raum, Bari in Italien und Jerez in Spanien werden ins Portfolio aufgenommen. Ab April wird auch Isfahan im Iran angeflogen.

470 neue Jobs geplant
Aufgestockt werden soll auch bei den Mitarbeitern. Der Ausbau der Langstreckendestinationen sowie eine EU-Regulierung für Flugdienstzeiten führen zu einem höheren Bedarf an operativem Personal: Im Vorjahr wurden 70 angehende Piloten in die Ausbildung aufgenommen, heuer sollen ebenso viele eingeschult werden. Bis einschließlich 2017 will Austrian Airlines 400 neue Crewmitglieder, davon nur etwa ein Viertel fluktuationsbedingt, ausbilden.

Investieren will die Lufthansa-Tochter heuer in die Servicequalität und die Verbesserung der Business Class auf der A320-Flotte. Bis Ende des Jahres sollten die ersten Airbusse mit WLAN ausgestattet sein, am Flughafen Wien sollen in den nächsten zwei Jahren der Check-in-Bereich sowie die Lounge modernisiert werden. Der im Vorjahr gestartete Umstieg auf 17 Embraer-Jets zur Modernisierung der Mittelstreckenflotte soll bis Ende 2017 abgeschlossen sein. Drei der Maschinen sind bereits mit Ende der Woche in Betrieb, im Laufe des heurigen Jahres sollen zehn Embraer in der Luft sein.

Die Kosten legten im Vorjahr um 1,5 Prozent zu, ein Gesamtaufwand von rund 2,19 Milliarden Euro wurde verbucht. Grund dafür seien höhere Serviceausgaben und Abschreibungen sowie die gestartete Umflottung gewesen.

Kostendynamik gebremst
Zwar profitierte die AUA von den niedrigen Treibstoffpreisen, nach Währungs- und Hedgingeffekten kam aber lediglich etwa ein Drittel der Preissenkungen im Ergebnis an. Zusammengenommen schlagen sich Treibstoffausgaben und Überflugs- sowie Handling-Gebühren mit rund 1,1 Milliarden Euro im Ergebnis nieder und machen etwa 50 Prozent der Gesamtkosten aus.

"Die positiven Auswirkungen der Restrukturierung machen sich deutlich bemerkbar, wir konnten die Kostendynamik einbremsen. Trotzdem müssen wir momentan den Fokus auf die Weiterentwicklung unserer finanziellen Stabilität legen", sagte Lachinger, der eine Verbesserung der Finanzkraft anstrebt

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