Sa, 18. November 2017

Terror in der Türkei

17.03.2016 10:02

Ankara: Radikale Kurden bekennen sich zu Anschlag

Die Freiheitsfalken Kurdistans, eine extremistische Kurdenorganisation in der Türkei, hat sich zu dem Attentat in Ankara mit 37 Toten bekannt. Der Angriff vom Sonntag sei eine Vergeltung für das Vorgehen der türkischen Truppen gegen die Kurden im Südosten der Türkei gewesen, erklärte die Gruppe am Donnerstag in einem Bekennerschreiben. Unterdessen schloss Deutschland wegen neuerlicher Terrorwarnungen seine Botschaft in Ankara ebenso wie sein Generalkonsulat und eine deutsche Schule in Istanbul.

Die Freiheitsfalken Kurdistans haben sich nach eigenen Angaben von der verbotenen Arbeiterpartei PKK abgespalten. Experten gehen jedoch davon aus, dass es noch Verbindungen zwischen beiden Gruppen gibt. Die Extremisten haben auch die Verantwortung für einen Anschlag in Ankara im vergangenen Monat übernommen.

Beim Anschlag vom Sonntag sei es laut den Freiheitsfalken nicht Ziel gewesen, Zivilisten zu töten. Allerdings seien Opfer in der Zivilbevölkerung bei Angriffen unvermeidlich, hieß es. Die Explosion einer Autobombe war einer der schwersten Anschläge in der Türkei in der jüngeren Vergangenheit. Die türkische Regierung machte die PKK dafür verantwortlich und bombardierte nur wenige Stunden nach der Explosion Stellungen der Aufständischen im Nordirak.

Die Gewalt hat sich seit dem Scheitern einer mehr als zweijährigen Waffenruhe mit der PKK im Juli vor allem im Südosten des Landes deutlich verschärft. Hunderte Menschen starben.

Deutsche Vertretungen in Ankara und Istanbul geschlossen
Deutschland hat am Donnerstag auf die Welle der Gewalt reagiert und seine Botschaft in Ankara sowie das Generalkonsulat und eine deutsche Schule in Istanbul geschlossen. Hintergrund seien "sehr konkrete Hinweise auf neue terroristische Attentate", sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier in Berlin. "Das war eine notwendige Maßnahme, weil der Schutz der deutschen Staatsbürger und der in den Einrichtungen arbeitenden und lernenden Menschen jetzt Vorrang haben muss." Die Schutzvorkehrungen an diesen Einrichtungen sollen jetzt erhöht werden.

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