Mo, 20. November 2017

Messen Verschmutzung

17.03.2016 06:25

Tauben gehen in London auf „Luftpatrouille“

In London wachen Tauben künftig über die Luftverschmutzung. Ausgestattet mit einem GPS-Sender und federleichten Sensoren nahm die ungewöhnliche "Luftpatrouille" am Mittwoch ihre Arbeit auf, wie die Initiatoren mitteilten. Während ihrer Flüge messen sie stetig den Gehalt von Ozon, Stickstoffdioxid und Feinstaubpartikeln in der Luft.

Hinter der Initiative stehen der Gründer des französischen Startups Plume Labs, Romain Lacombe, und sein Mitstreiter Pierre Duquesnoy von DigitasLBi. Nach ihren Vorstellungen sollen sich neben den Tauben künftig auch hundert Londoner mit speziellen Messgeräten an dem Projekt beteiligen. Die Plätze stehen über Crowdfunding für umgerechnet 100 bis 126 Euro zum Verkauf. Bis Mittwochnachmittag hatten sich bereits mehr als 60 Interessierte einen Platz gesichert.

Unter allen europäischen Hauptstädten weist London die höchste Stickstoffdioxidbelastung auf. Oppositionsführer Jeremy Corbyn ging deshalb am Mittwoch im Parlament scharf mit Premierminister David Cameron ins Gericht. Er wies auf Studien hin, dass jedes Jahr 40.000 Briten aufgrund der Luftverschmutzung sterben.

Die Daten des Projekts lassen sich hier in Echtzeit mitverfolgen.

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