Fr, 15. Dezember 2017

Rätsel gelöst

16.03.2016 19:00

Urzeitliches "Monster" ist mit Neunauge verwandt

Es könnte aus einem Science-Fiction-Film stammen, so bizarr sieht das urzeitliche "Tully-Monster" aus. Das vom Hobby-Fossiliensammler Francis Tully anno 1958 entdeckte Fossil gab der Fachwelt bis dato Rätsel auf. Jetzt haben Forscher endlich herausgefunden, was es ist.

Seit Jahrzehnten haben Experten gerätselt, um was für ein Tier es sich beim "Tully-Monster" (wissenschaftlicher Name Tullimonstrum gregarium) handelt. Ein Team um Victoria McCoy von der Yale University hat nun herausgefunden, dass es sich um primitives Wirbeltier handelt. Genauer gesagt um Verwandte der heutigen Neunaugen - aalähnliche Tiere, die als lebende Fossilien gelten, berichten die Wissenschaftler im Fachjournal "Nature".

Die Forscher untersuchten für ihre Studie über 1200 Exemplaren von Tully-Monster-Fossilien aus der Sammlung des amerikanischen Field Museum. Unter anderem mittels Röntgenaufnahmen konnten sie das Aussehen und die Zugehörigkeit der Tiere bestimmt.

Torpedoförmiger Körper und Stielaugen
Demnach hatten die "Monster" einen etwa zehn Zentimeter langen, torpedoförmigen Körper mit einer lang ausgezogenen Schnauze, an deren Ende ein zahnbewehrtes Maul saß. Die Augen standen an den Enden eines langen, steifen Stabes rechts und links vom Körper ab.

Die "Tully-Monster" lebten vor 307 bis 309 Millionen Jahren - also noch vor den Dinosauriern. Die Fossilienfunde beschränken sich auf die Region Mazon Creek im US-Bundesstaat Illinois, wo auch Überreste von anderen "weichen" Tieren wie Insekten und Quallen überdauerten.

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