Di, 17. Oktober 2017

Herren ohne Sieg

16.03.2016 12:27

Walchhofer über Abfahrtsteam: „Das ist zu wenig“

ÖSV-Vizepräsident Michael Walchhofer hat sich am Rande einer Pressekonferenz zu den Diskussionen um das ÖSV-Herren-Abfahrtsteam geäußert. Der ehemalige Abfahrts-Weltmeister und dreifache Abfahrts-Weltcupsieger stimmte den Kritikern dabei zu: "Wenn man es sachlich beurteilt, muss man sagen: Das ist zu wenig."

Auch die Verletzungsmisere im ÖSV-Team könne die fehlenden Siege nicht erklären. "Wir haben gesunde Super-Läufer, die das Potenzial für Stockerlplätze und Siege haben. Das ist leider nicht gelungen", sagte Walchhofer. Auch in der letzten Saisonabfahrt am Mittwoch landete mit Vincent Kriechmayer auf Rang neun nur ein Österreicher in den Top Ten.

Walchhofer schließt Abfahrts-Trainerrochade nicht aus
Herren-Rennsportleiter Andreas Puelacher hat sich zuletzt gegen einen Trainerwechsel im Abfahrts-Team ausgesprochen. Walchhofer möchte sich in dieser Frage noch nicht festlegen, wenngleich der Salzburger eine hohe Meinung über die aktuellen Coaches hat. "Ich halte viel von den Trainern in den Speed-Disziplinen. Das ist nach wie vor so. Über ihre Zukunft zu sprechen, ist jetzt aber zu früh. Das muss man intern analysieren." Eine Entscheidung stellt er bis Anfang April in Aussicht.

Eine Tendenz lässt der Ex-Abfahrer aber erkennen. "Braucht es auch personell eine Veränderung? Die sehe ich nicht als zwingend notwendig", erklärte Walchhofer. Veränderungen müsse es aber auf jeden Fall geben: "Wenn es nicht läuft, muss man etwas verändern. Aber auch der aktuelle Trainer kann etwas verändern." Walchhofer schlägt etwa neue Trainingsimpulse abseits des Skifahrens vor.

"Ständiger Optimierungsprozess" auch im Verband notwendig
Der Vizepräsident sieht aber auch Veränderungsbedarf innerhalb des Verbands. "In einem so großen Verband ist ein ständiger Optimierungsprozess notwendig. Insgesamt sind wir zwar gut unterwegs. Wenn es super läuft, muss ich mich aber schon fragen, wie kann es noch besser laufen?", erklärte Walchhofer. Als Vorbild bezeichnete Walchhofer dahingehend das aktuelle ÖSV-Aushängeschild Marcel Hirscher, der diese Strategie zur Perfektion betreibe.

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