Sa, 18. November 2017

Suche nach Revier

16.03.2016 09:41

Tschechischer Wolf pendelt öfter ins Mühlviertel

Österreich ist von Wölfen umzingelt - aber nur selten verirren sich die scheuen Tiere zu uns, wie zuletzt ins Mühlviertel: Dort wiesen Schweizer Genetiker nun nach, dass in Leopoldschlag in einem Gehege Damwild von einem Wolf gerissen worden war. Dieses Jungtier dürfte öfter von Tschechien ins Mühlviertel pendeln.

Im Jahr 1882 sind die einst bei uns heimischen Wölfe in Österreich ausgerottet worden, erst seit 1989 tauchen wieder vereinzelt solche Tiere vor allem im Mühlviertel auf, wo Abschüsse im Bezirk Rohrbach bestätigt sind. Im September 2014 wurde ein Wolf im Gebiet des Zwölferhorns nahe St. Gilgen am Wolfgangsee gesichtet, im April des Vorjahres tappte ein Wolf in Böhmen an der Mühlviertler Grenze in eine Fotofalle.

Auf der Suche nach Revieren mit Weibchen
Dieses Jungtier soll auch schon bei Karlstift im Waldviertel in Niederösterreich aufgetaucht sein und zuletzt am 20. Februar in einem Damwildgehege in Leopoldschlag fünf Tiere gerissen haben. "Noch ehe genetische Bestätigungen vorlagen, haben wir auf Grund der Verdachtslage betroffene Landwirte entschädigt", berichtet dazu Wildbiologe Christopher Böck vom oberösterreichischen Landesjagdverband - er weiß auch, warum einzelne Wölfe immer wieder nach Oberösterreich wandern: "Sie sind auf der Suche nach einem Weibchen und einem eigenen Revier."

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