Do, 19. Oktober 2017

Opfer gefesselt

15.03.2016 16:18

Bewaffneter Serienräuber plündert Supermarkt in NÖ

Angestellte eines Supermarktes in Niederösterreich sind am Montagabend Opfer eines brutalen Überfalls geworden: Sie wurden von einem bewaffneten und maskierten Täter an Bürosessel gefesselt und eingeschlossen. Der Räuber entkam mit Beute in nicht genannter Höhe. Der Mann mit "Kugelbauch" dürfte auch für weitere Coups in den Jahren 2014 und 2015 verantwortlich sein.

Laut Polizei hatten die Mitarbeiter - drei Frauen und ein Mann - am Montagabend nach der Abrechnung ihren Arbeitsplatz in Herzogenburg im Bezirk St. Pölten durch den Personalausgang verlassen wollen, wo ihnen der mit einer schwarzen Pistole bewaffnete Täter auflauerte. Die Angestellten wurden bedroht und zurück in den Lagerraum bzw. in das Büro gedrängt, wo sie den Standtresor öffnen und sich zunächst gegenseitig mit Klebeband fesseln mussten. Nachdem der Räuber seine Opfer auch noch an Sessel gefesselt hatte, knackte er mit Werkzeug mehrere Kassen.

Vor seiner Flucht drängte der Mann die Angestellten in den Umkleideraum, dessen Tür er mit Möbelstücken verbarrikadierte. Seine Fluchtrichtung ist den Ermittlern zufolge nicht bekannt. Die unverletzten, aber geschockten Opfer befreiten sich nach einiger Zeit selbst und alarmierten die Polizei. Eine Fahndung unter Einbeziehung von Diensthunden verlief negativ.

Ähnliches Vorgehen bei weiteren Überfällen
Der Räuber dürfte auch bereits am 17. November des Vorjahres in Krems am Werk gewesen sein. Nach diesem Fall wurden 3000 Euro für zielführende Hinweise ausgelobt. Die Vorgangsweise bei dem Coup ähnelte sehr jener vom Montag: Der Räuber hatte damals am Abend nach Geschäftsschluss am Personalausgang zwei Verkäuferinnen aufgelauert und sie mit einer schwarzen Pistole bedroht. Er zwang die Frauen ins Gebäude zurück und dazu, den Standtresor im Büro zu öffnen. Dann wies er sie an, sich mit Kabelbindern selbst zu fesseln und auf den Boden zu legen, während er das Geld - einen hohen fünfstelligen Euro-Betrag - an sich raffte. Ehe er flüchtete, drängte er die Mitarbeiterinnen in den Umkleideraum und verbarrikadierte die Tür mit Möbelstücken.

Infrage kommen könnte der Mann nach Polizeiangaben vom Dienstagnachmittag zudem für den Überfall auf einen Supermarkt in Prinzersdorf (Bezirk St. Pölten) vom 28. August 2014. Der Coup war damals in der Früh von einem Räuber mit "Kugelbauch" verübt worden, der das Geld aus dem Tresor erbeutete. Er hatte damals drei Angestellte in seine Gewalt gebracht, denen er am Lieferanteneingang aufgelauert hatte.

Täterbeschreibung
Der Gesuchte mit "Bierbauch" soll niederösterreichischen Dialekt sprechen, 50 bis 60 Jahre alt und 1,65 bis 1,75 Meter groß sein. Am Montag war der Mann mit einer schwarzen Strickhaube maskiert und unter anderem mit einer braunen Jacke mit silberfarbenen Druckknöpfen, einer dunkelblauen Leinenhose sowie braunen Schnürschuhen bekleidet.

Hinweise werden an das Landeskriminalamt unter der Telefonnummer 059133/30-3333 erbeten.

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