So, 17. Dezember 2017

Treffen in Innsbruck

11.03.2016 16:04

Iran an Geschäften mit Tiroler Firmen interessiert

Mit der im Jänner beschlossenen Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran tut sich für westliche Unternehmen ein milliardenschwerer Markt auf. Handelsbeziehungen sind wieder möglich. Auch mit Tirol könnten künftig Kooperationen entstehen. Erste Gespräche mit dem iranischen Botschafter gab es bereits.

Bereits seit Monaten wurde an der Verwirklichung dieses Treffens gearbeitet. Nun hat es funktioniert. "Der Wunsch, dieses Kennenlernen abzuhalten, war von beiden Seiten da. Vor allem für Tirol ist es von besonderer Bedeutung", erklärt Initiator Alexander Maier vom Land Tirol und ergänzt: "Die bilateralen Beziehungen konnten dadurch in allen Bereichen vertieft und erweitert werden. Die Weichen für künftige Kooperationen sind gestellt."

Gespräche mit LH und Präsidenten

Konstruktive Gespräche mit LH Günther Platter, WK-Präsident Jürgen Bodenseer und LK-Präsident Josef Hechenberger standen auf der Tagesordnung. "Der Botschafter Ebadollah Molaei hat mit unserem Präsidenten in erster Linie die Möglichkeiten einer verstärkten Zusammenarbeit besprochen. Der Iran sieht mitunter den Tourismus als Zukunftsbranche", erklärt Gregor Leitner von der WK. Auf Tirols kleinbäuerlich strukturierte und familiäre Landwirtschaft verwies hingegen Hechenberger: "Auch im Agrarbedarf besteht im Iran Aufholbedarf. Dadurch eröffnet sich für die heimische Landwirtschaft ein interessanter Exportmarkt." Eine Intensivierung der Gespräche um mögliche Absatzwege sei geplant.

Große Chance für Tiroler Firmen

Auf der Agenda stand außerdem ein Betriebsbesuch beim Seilbahnhersteller Leitner Ropeways in Telfs. Dieses Unternehmen kann als Vorzeigebeispiel betrachtet werden. "Sie sind bereits im Iran tätig. Derzeit bauen sie eine Seilbahn in der Nähe von Teheran", sagt Maier. Auch für andere Tiroler Firmen könnte es durchaus von Vorteil sein, sich zukünftig in Richtung Iran zu orientieren.

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