Fr, 24. November 2017

Betriebsrat entsetzt

11.03.2016 12:29

VW will seinen Arbeitern die T-Shirts wegnehmen

Der kriselnde Autobauer VW überlegt bei seinem Sparkurs offensichtlich, den Fließbandarbeitern Teile ihrer Arbeitskluft zu streichen. "Bei Volkswagen gibt es allen Ernstes Bestrebungen, die T-Shirts als Teil der Arbeitskleidung abzuschaffen", hatte der Chef des Betriebsrates, Bernd Osterloh, bereits am Dienstag in Wolfsburg bei einer Versammlung vor gut 20.000 Mitarbeitern gesagt.

Er verwies damals auf Verhandlungen am Mittwoch. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Unternehmenskreisen erfuhr, verliefen die Gespräche zum "T-Shirt-Sparen" aber ergebnislos. Die Debatte sei vertagt worden.

Osterloh hatte bei der Betriebsversammlung den Plan zur Abschaffung der T-Shirts demnach als "indiskutabel" zurückgewiesen. Er kündigte an, notfalls alternativ die IG Metall für T-Shirts sorgen zu lassen. "Ich weiß schon, was dann auf den T-Shirts geschrieben steht: 'Die IG Metall lässt Dich nicht ohne Hemd dastehen'", sagte Osterloh.

Fassungslosigkeit beim Betriebsrat
Teilnehmer der Betriebsversammlung bestätigten, dass Osterloh das Thema T-Shirts tatsächlich zur Sprache brachte. Fassungslos habe er gesagt: "Volkswagen könnte Milliarden sparen, wenn die richtigen Hebel bewegt und die Prozesse eingehalten werden. Aber dass unsere Kolleginnen und Kollegen unter ihren Latzhosen künftig mit freiem Oberkörper arbeiten sollen - das machen wir nicht mit."

Wie hoch die Verhandlungen zu den T-Shirts hängen und ob der Vorstoß womöglich eine Einzelmeinung darstellt oder tatsächlich offiziell vom Management als Sparvorschlag abgesegnet ist, ließ sich am Freitag zunächst nicht klären. Ein VW-Sprecher wollte den Vorgang prüfen.

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