Sa, 18. November 2017

„Sextortion“

11.03.2016 11:00

Erneut Burgenländer mit Sex-Video erpresst

Im Bezirk Oberpullendorf ist am Donnerstagabend erneut ein junger Mann mit einem Sex-Video erpresst worden. Der 19-Jährige freundete sich in einem sozialen Netzwerk mit einer Unbekannten an, verabredete sich mit ihr zu einem Video-Chat und ließ sich von ihr zu "sexuellen Handlungen an sich selbst" animieren, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Offenbar nicht bedacht hatte der junge Mann im Eifer des Gefechts jedoch, dass er dabei gefilmt werden könnte - und so war die Überraschung wohl groß, als ihm die neue "Freundin" drohte, das Video im Internet zu veröffentlichen, sollte er nicht 1700 Euro an eine angebliche Hilfsorganisation überweisen. Der 19-Jährige zahlte allerdings nicht, sondern erstattete Anzeige, so die Polizei.

Erpressungsversuch mit manipuliertem Sex-Video
Erst wenige Tage zuvor war ein ebenfalls 19-Jähriger aus dem Bezirk Oberpullendorf auf ähnliche Art erpresst worden. Auch er war in einem Chat animiert worden, sich selbst zu befriedigen, was er laut eigenen Angaben aber nicht tat. Die Frau wollte dennoch Geld: Laut Polizei wurde offenbar das Gesicht des jungen Burgenländers gefilmt und damit ein Video mit Nacktaufnahmen manipuliert.

Nach der Übermittlung des Videos forderte die Internetbekanntschaft schließlich 2500 Euro, die der Burgenländer auf ein afrikanisches Bankkonto für "notleidende Kinder" überweisen sollte. Andernfalls, drohte sie, werde sie das Video im Internet veröffentlichen. Auch in diesem Fall überwies der junge Mann jedoch kein Geld und wandte sich stattdessen an die Polizei.

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