Sa, 25. November 2017

„Freunde“ als Täter

11.03.2016 07:11

Asylwerber (15) von vier Jugendlichen missbraucht

Zuerst rauchten fünf junge Asylwerber am Samstagabend im steirischen Söding Marihuana, dann zeigten vier von ihnen ihr wahres Gesicht: Sie bedrohten einen 15-jährigen Afghanen und vergingen sich an ihm. Die Handykamera filmte mit.

Die fünf Jugendlichen, ein 17-jähriger Iraner und vier Afghanen (drei 16-Jährige und ein 15-Jähriger) waren unbegleitet, also ohne Erziehungsberechtigte, über die Grenze gekommen und in einem Heim einquartiert worden. Den Burschen gelang es, sich von Grazer Dealern Marihuana zu besorgen. Geraucht wurde danach gemeinsam - zuletzt am vergangenen Samstag auf einem Feld in der Nähe des Södinger Sportplatzes.

Dort soll es dann abends zu furchtbaren Szenen gekommen sein. Der 15-jährige Afghane wurde plötzlich von einem Landsmann mit einem Messer bedroht. Danach fielen alle vier "Freunde" über den Jugendlichen her und missbrauchten ihn. Wie lange das Martyrium dauerte, ist noch unbekannt. Fest steht, dass der 15-Jährige seither unter Angstzuständen leidet und es zunächst nicht wagte, Anzeige bei der Polizei zu erstatten.

Abscheuliche Tat mit Handy gefilmt
Am Sonntag vertraute er sich einem Zimmerkollegen an, der ihn daraufhin zur Exekutive begleitete. Als Uniformierte am Asylheim ankamen, waren die Verdächtigen bereits verschwunden. Zwei Beschuldigte, ein Iraner und ein Afghane, wurden am Mittwoch in der Nähe von Bruck festgenommen. Dabei stellte sich heraus, dass ein Asylwerber die abscheuliche Tat mit seinem Handy gefilmt hatte. Zum Missbrauch meinte er banal: "Wenn uns das Opfer verzeiht, ist der Fall erledigt." Nach zwei weiteren Burschen wird noch per Haftbefehl intensiv gefahndet.

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