Sa, 25. November 2017

„Nicht jeder bleibt“

10.03.2016 19:36

Merkel: „Monatlich kehren 3000 Iraker wieder heim“

Immer mehr Iraker kehren nach Angaben der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel aus Deutschland in ihre Heimat zurück. "Es gehen im Augenblick jeden Monat 3000, Tendenz steigend, beispielsweise in den Irak zurück, wenn die Städte befreit sind vom IS", sagte die CDU-Vorsitzende am Donnerstag bei einer Wahlkampfveranstaltung im baden-württembergischen Aalen.

Deshalb sei es wichtig, in den Bürgerkriegsländern Syrien und Irak wieder für Stabilität und ein Ende der Kämpfe zu sorgen. "Nicht jeder der Flüchtlinge wird hierbleiben", sagte Merkel. Viele wollten mit ihren Familien wieder in ihrer Heimat leben. "Zum Teil gehen sie auch zu den Familien zurück, die noch nicht hier sind und auch auf längere Zeit nicht herkommen können", fügte die Kanzlerin hinzu.

Deutschland müsse die Menschen deshalb auch darauf vorbereiten, in ihre Heimat zurückzukehren. Merkel verwies auf ein Projekt des Innen- und Außenministeriums, Syrer beim Technischen Hilfswerk, der deutschen Bundeszivil- und Katastrophenschutzorganisation, auszubilden. Dieses Wissen sollte diesen dann beim Wiederaufbau ihres Landes helfen. Die Genfer Friedensgespräche zu Syrien seien wichtig, "damit die Hoffnung wiederkommt, dass die Menschen auch wieder zurückgehen können".

Die Regierungschefin verteidigte die EU-Pläne, der Türkei jetzt drei Milliarden Euro und 2018 dieselbe Summe für die Versorgung der syrischen Bürgerkriegsflüchtlinge zu zahlen. Dies sei um ein Vielfaches billiger für Deutschland und die EU, "als wenn alle erst zu uns kommen".

Französischer Außenminister lobt Merkel
Der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault hat sich unterdessen lobend über Merkels Flüchtlingspolitik geäußert. Sie habe "moralisch und politisch" Recht, wenn sie darauf bestehe, das Asylrecht nicht zu beschneiden, sagte Ayrault am Donnerstag dem Fernsehsender iTELE. Auch Frankreich müsse Flüchtlinge aufnehmen und dies der Bevölkerung kommunizieren.

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