Di, 12. Dezember 2017

Politiker belastet

10.03.2016 15:14

Oberster Parksheriff verurteilt

"Wöchentlich bin ich ins Rathaus zitiert worden, weil Politiker Strafzettel stornieren wollten", packt der Ex-Chef der Klagenfurter Parksheriffs aus. Vor Gericht bleibt er aber allein übrig: 18 Monate teilbedingt, auch weil er falsch abgerechnet hatte.

Die langen Ermittlungen der Korruptionsstaatsanwaltschaft haben dem 37-Jährigen sichtlich zugesetzt. "Ich hoffe nur, dass endlich einmal Schluss ist und ich neu anfangen kann", sagt er.

Und er sagt noch mehr: Dass es nicht seine Idee gewesen wäre, der Stadt Klagenfurt viel zu viel zu verrechnen - das hätte sein Unternehmen gewusst. Auch hätte nicht er von sich aus angefangen, seine Mitarbeiter anzuhalten, Strafzettel auf Geheiß der Stadt zu stornieren, was ihm als Amtsmissbrauch ausgelegt wird.

"Ich bin zum damaligen Bürgermeister Harald Scheucher ins Büro geholt worden, wo er mir ein Packerl Strafmandate übergeben hat. Machen’S das, hieß es, oder man müsse die Ausschreibung der Parkraumbewirtschaftung neu überdenken." Also machte der gefällige Prokurist der Sicherheitsfirma - und noch mehr: "Auch bei Christian Scheider war’s nicht viel anders." Er nennt weitere Namen von Stadträten, die der Korruptionsstaatsanwalt aber alle schon kennt: Man hätte alles untersucht und ermittelt - der Hauptschuldige sei aber eben der Angeklagte. Die Ex-Bürgermeister müssen daher gar nicht extra ihre Unschuld beteuern.

Das akzeptierte Urteil: 18 Monate, davon 6 unbedingt. Für diese schließt Richter Christian Liebhauser eine Fußfessel nicht aus.

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