Mi, 13. Dezember 2017

Tierquälerei

10.03.2016 09:46

Touristin zieht Schwan für Selfie aus See

Wie weit darf der Selfie-Wahn noch gehen? Nur wenige Wochen nach einem ähnlich gelagerten Fall in Argentinien, bei dem ein Baby-Delfin für Aufnahmen herumgereicht wurde, sorgt jetzt eine bulgarische Touristin in Mazedonien für Empörung: Sie zerrte für den schnellen Handy-Schnappschnuss einen völlig hilflosen Schwan brutal aus dem Wasser.

Wie "Macedonia Online" berichtet, hatte die aus Bulgarien stammende Frau den an Touristen gewöhnten und daher nicht scheuen Schwan an den Flügeln aus dem Ohridsee gezogen, um mit ihm für ein Selfie zu posieren.

Ein schockierter Augenzeuge dokumentierte den Vorfall mit seiner Kamera: "Ich ging gerade vorbei, als ich bemerkte, wie die Frau den Schwan griff, um damit zu posieren", schilderte der Mazedonier Nake Batev gegenüber "Huffington Post" den Vorfall. Im nächsten Moment sei er bereits schreiend auf die Frau zugelaufen, sie solle den Vogel loslassen.

Laut Batev sei der Schwan, der sich während der ganzen Zeit heftig wehrte, nach der Begegnung zunächst "regungslos" am Ufer liegen geblieben, dann aber wieder ins Wasser gegangen und davongeschwommen. Seine Aussage widerspricht damit anderslautenden Berichten, denen zufolge das Tier - vermutlich ausgelöst durch einen Schock - gestorben sei.

Delfin-Baby durch Selfie-Eifer angeblich zu Tode gekommen
Der Vorfall ereignete sich nur wenige Wochen nachdem in Argentinien ein Delfin-Baby durch den Selfie-Eifer von Strandbesuchern angeblich zu Tode gekommen war. Der kleine Franciscana-Delfin war im Badeort Santa Teresita, rund 250 Kilometer südöstlich von Buenos Aires, von Touristen im seichten Wasser gefunden und an den Strand gebracht worden. Späteren Berichten zufolge soll das Tier schon tot angespült worden sein.

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