Mi, 22. November 2017

VW-Abgasskandal

09.03.2016 16:56

Schon 50.000 Österreicher bei Sammelklage dabei

VW, Audi, Skoda, Seat - mehr als 360.000 Fahrzeuge sind in Österreich von den Abgas-Manipulationen durch den Volkswagen-Konzern betroffen. Im Kampf um Schadenersatz spricht der Verein für Konsumenteninformation schon mit 50.000 Stimmen. Und auch aus den USA kommen für den Autobauer schlechte Nachrichten.

Nachdem Sammelklagen an sich im österreichischen Rechtssystem nicht vorgesehen sind, weichen die Konsumentenschützer ins Ausland aus. Eine Stiftung in den Niederlanden wird die Klage einbringen, sofern man sich mit dem VW-Konzern nicht im Vorfeld einigen sollte.

"Bis zum Sommer sollte sich etwas bewegen", gibt Peter Kolba vom VKI die Richtung vor. Immerhin kommt der Löwenanteil von VW-Kunden, die sich der Klage anschließen wollen, aus Österreich. Europaweit haben sich schon 80.000 Personen gemeldet, 50.000 (davon hat mehr als die Hälfte ihre Zustimmung schon fix erteilt) bringt der VKI mit. Es geht um die Zahlung von Schadenersatz, Ziel bleibt nach wie vor eine außergerichtliche Lösung. Dafür hat man sich sogar US-Anwälte mit ins Boot geholt.

US-Justiz weitete Ermittlungen gegen VW aus
Apropos USA: Auch von dort kommen keine guten Nachrichten für den deutschen Autobauer. Die US-Justiz hat ihre Ermittlungen gegen VW ausgeweitet. Es geht um diverse Steuergesetze, die in Zusammenhang mit dem Abgasskandal stehen. Betroffene Fahrzeuge waren ursprünglich als umweltfreundlich vermarktet worden und haben durch die Affäre erheblich an Wert verloren.

Übrigens: Betroffene VW-Kunden können sich noch auf www.verbraucherrecht.at der Sammelklage kostenlos anschließen.

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