Fr, 20. Oktober 2017

200.000 € eingesackt

08.03.2016 15:41

18 Monate Haft für falschen Spielervermittler

Ein 42-jähriger Salzburger ist am Montag bei einem Prozess in Salzburg wegen gewerbsmäßig schweren Betruges zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten verurteilt worden. Er soll mehrere Personen, die an der Vermittlung von Fußballspielern mitverdienen wollten, um 210.000 Euro geprellt haben. Von Sturm-Graz-Torhüter Christian Gratzei kassierte er 34.500 Euro an Provision für einen vermeintlichen Wechsel nach Russland. Transfers fanden jedoch keine statt.

Der Angeklagte hatte sich großteils geständig gezeigt. Das Urteil des Schöffensenates am Landesgericht Salzburg ist noch nicht rechtskräftig, weil weder der Staatsanwalt noch die Verteidigerin eine Erklärung abgegeben haben.

Der Salzburger wurde auch wegen Verletzung der Unterhaltspflicht schuldig gesprochen. Von dem Vorwurf, er habe von einem Autohändler in betrügerischer Absicht einen BMW angemietet, erhielt er hingegen einen Freispruch.

"Todesfälle warfen mich aus der Bahn"
Bis zum Jahr 2009 habe er ein "relativ vernünftiges Leben geführt", erklärte der 42-Jährige vor Gericht. "Dann haben mich zwei Todesfälle in der Familie schwer aus der Bahn geworfen. Ich hatte das Ganze nicht mehr so im Griff und machte schwere Fehler. Ich wollte mich aber nicht bereichern." Der Beschuldigte hat eigenen Angaben zufolge rund 300.000 Euro Schulden.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).