Mo, 11. Dezember 2017

Operation "Welle"

07.03.2016 17:35

Tschechien übt Schließung der Grenze zu Österreich

Die tschechische Polizei wird am Dienstag gemeinsam mit der Zollverwaltung die Abriegelung der Grenze zu Österreich proben. Das Thema der Übung lautet "Wiedereinführung der Kontrollen an der Staatsgrenze zu Österreich im Zusammenhang mit der Ankunft einer größeren Zahl von Migranten", teilte die tschechische Polizei am Montag mit.

Die Übung mit dem Codenamen "Vlna" ("Welle") werde von den Polizeidirektionen der Kreise Südböhmen und Südmähren durchgeführt und werde an den Grenzübergängen Dolni Dvoriste/Wullowitz und Mikulov/Drasenhofen einschließlich eines Teiles der grünen Grenze stattfinden, so Polizeisprecher Jozef Bocan. Tschechien setzt sich für die Abschottung der Balkan-Fluchtroute ein.

Einen Vorschlag zur Lösung der Flüchtlingskrise hat am Sonntag der tschechische Präsident Milos Zeman, Hardliner in der Flüchtlingsfrage, eingebracht: Griechenland soll auf seinen Inseln Aufnahmezentren für Einwanderer betreiben und damit seine "sonst nicht einzutreibenden Auslandsschulden" abdienen. In diese Zentren sollen auch Flüchtlinge aus anderen EU-Staaten zurückgebracht werden, sagte Zeman dem tschechischen TV-Sender "Prima".

Hardliner Zeman will zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen
"Das ist eine originelle Lösung, mit der man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen würde", sagte Zeman. "Das heißt: Diese Lösung würde den Zufluss von illegalen Immigranten stoppen und auf der anderen Seite würde sie Raum für die Rückkehr der Deportierten in Einrichtungen mit einem elementaren zivilisatorischen Niveau schaffen", so der tschechische Präsident, der sich von dieser Lösung offenbar eine freiwillige Rückkehr der Migranten in ihre Heimatländer erhofft.

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