Mo, 11. Dezember 2017

7 Verletzte in Wien

07.03.2016 16:33

Nach Bandenkrieg: Tschetschenen wollen "Frieden"

Nach der blutigen Auseinandersetzung unter rivalisierenden Banden in Wien - eine Gruppe Tschetschenen war von zahlreichen Afghanen mit Messern, Holzlatten und Eisenstangen attackiert worden - sind nun gegen fünf Täter Anträge auf Untersuchungshaft gestellt worden. Positiv: In sozialen Netzwerken ruft die tschetschenische Community zur Mäßigung auf. Ob das "Friedensangebot" ernst gemeint ist, wird sich weisen.

Wenn es rund um den dramatischen Zwischenfall in der Nähe des Jugendzentrums in Wien-Brigittenau einen positiven Aspekt gibt, dann diesen: Nach dem Überfall afghanischer Asylwerber auf eine zahlenmäßig unterlegene Gruppe junger Tschetschenen - allesamt zwischen 15 und 25 Jahre alt - sind Freunde und Angehörige der Opfer um Mäßigung bemüht.

So interpretiert jedenfalls Gabriele Langer, die Geschäftsführerin des Vereins Wiener Jugendzentren, diverse Einträge in sozialen Medien. Perfekt reagiert hätten auch die Mitarbeiter der "Base 20", in die sich die schwer verletzten Opfer flüchteten. Langer: "Die Rettungskette war perfekt."

Keine Abschiebungen
Die Einvernahmen der Beschuldigten dürften für die Ermittler jedenfalls wenig ergiebig gewesen sein: Einer der Verdächtigen bestritt, überhaupt am Ort des Geschehens gewesen zu sein, die anderen erklärten, sie seien nicht involviert gewesen. Am Montag wurde dennoch gegen fünf der sechs Beschuldigten U-Haft beantragt. Doch auch bei einer Verurteilung wegen Mordversuchs können die jungen Afghanen wohl kaum abgeschoben werden.

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