Di, 12. Dezember 2017

In Tirol und Sbg

06.03.2016 13:34

Lawinenabgänge: Eine Tote, zwei Schwerverletzte

Lawinenabgänge in Tirol und Salzburg: Zwei Frauen und ein Mann wurden am Sonntagnachmittag südlich der Birgitzköpfl-Hütte im Gemeindegebiet von Birgitz in Tirol in freiem Skiraum auf 2050 Metern Seehöhe von einer Lawine erfasst und mitgerissen. Für eine eine Spanierin kam jede Hilfe zu spät. Eine weitere Lawine auf dem Taferlnock in Salzburg wurde Samstagmittag zwei Skitourengehern zum Verhängnis, sie wurden schwer verletzt.

Die zwei Frauen waren gegen Mittag gemeinsam mit dem Lebensgefährten der einen und einer weiteren Person - alle vier Staatsbürger verschiedener EU-Länder - auf Skiern bzw. mit Snowboards südlich der Birgitzköpfl-Hütte in einen etwa 35 Grad steilen Hang eingefahren und wollten diesen unterhalb einer Lawinenverbauung in Richtung Axamer Lizum queren, teilte die Alpinpolizei Axams mit. Dabei löste sich oberhalb der Gruppe ein Schneebrett und riss den Snowboarder und die beiden Frauen rund 150 Meter weit mit.

Beide Frauen wurden dabei komplett verschüttet, bei einer der beiden war nur noch eine Hand zu sehen. Der Snowboarder kam auf dem Lawinenkegel zu liegen und blieb unverletzt. Andere Tourengeher, die den Vorfall beobachtet hatten, setzten einen Notruf ab und gruben anschließend die Snowboarderin aus, deren Hand aus den Schneemassen herausragte. Sie blieb ebenfalls unverletzt. Danach suchten die Skifahrer nach der anderen Verschütteten, konnten sie rasch orten und gruben sie aus. Da die Frau nicht mehr atmete, begannen sie mit der Reanimation, die der Notarzt nach seinem Eintreffen erfolglos weiterführte. Die Frau - laut Alpinpolizei Mitte 30 - verstarb noch an Ort und Stelle.

Laut Bergrettung Axams ist der Westhang südlich des Naturfreundehauses ein gefürchteter Lawinenhang mit mehreren Lawinenverbauungen. Zum Zeitpunkt des Lawinenabgangs seien insgesamt vier Tourengruppen in der Rinne unterwegs gewesen, laut Einsatzleiter Walter Stonig sei es jedoch "bei dieser Lawinenwarnstufe ein 'No-Go', da reinzugehen". "Das ist nicht nachvollziehbar", sagte er. Auf dem Hang habe absolutes Chaos geherrscht. Auch für die Einsatzkräfte sei die Bergung gefährlich gewesen.

Zwei Schwerverletzte in Salzburg
Bei dem Unglück auf dem Salzburger Taferlnock wurden Samstagmittag zwei Skitourengeher einer Gruppe aus Bayern schwer verletzt. Eine Deutsche konnte sich nach dem Lawinenabgang nahe Flachau im Pongau noch selbst aus den Schneemassen befreien. Sie war nur teilweise verschüttet worden. Ein Mann geriet ebenfalls nicht ganz unter die Lawine, musste aber von Augenzeugen aus den Schneemassen gezogen werden.

Der Bayer erlitt schwere Beinverletzungen. Auch bei der Frau aus Bayern waren die Verletzungen gravierender als zunächst angenommen. Beide brachte der Rettungshubschrauber ins Krankenhaus Schwarzach. Für Verwirrung sorgte zudem eine Haube, die von einem Lawinenhund ausgegraben wurde. Es musste davon ausgegangen werden, dass sich noch eine dritte Person in den Schneemassen befand. Die Bergrettung suchte deshalb stundenlang nach einem dritten möglichen Verschütteten. Erst später - nach der Befragung einer der Verletzten - war klar, dass die Haube einem der Bayern gehört.

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