Mo, 18. Dezember 2017

Der Wankeltraum

07.03.2016 10:07

Mazda RX-8: Warum dieses Prachtstück Realität wird

Eines der Highlights des Genfer Autosalons 2016 ist eine Studie, deren prophetischer Wert noch gar nicht feststeht - die aber zum Träumen, Hoffen und Schwelgen anregt. Der Mazda RX-Vision zeigt, wie eine Neuauflage des Mazda RX-8 aussehen könnte: Schöner und aufregender als je zuvor. Und höchstwahrscheinlich auch stärker.

Diese immens lange Front, das weit hinten platzierte Greenhouse, die wohlgeformten, extrem muskulösen Schultern hinten, die zeigen, wo der Bolide angetrieben wird - ich kann kaum die Augen lassen von diesem Mazda-roten Schaustück, das sich da auf der Bühne dreht. Lippen in der gleichen Farbe könnten nicht anziehender wirken. Tagfahrlicht bricht aus der Front und vollendet eine geometrische Form, anderen Unterseite böse die Scheinwerfer hervorblicken, wie unter zusammengezogenen Augenbrauen.

Aufregend ist auch das Heck mit den 2x2 Rundleuchten, die auch einem Ferrari gut zu Gesicht (bzw. zu Hintern) stehen würden, aber sicher keine Anbiederung darstellen. Eine Art Spoiler davor sorgt für weitere Spannung. Was auffällt, ist, dass man die zwei Extratüren weggelassen hat, weil es sich nämlich um einen Zweisitzer handelt. Im RX-8 konnten ja zur Not auch hinten zwei klein gewachsene Menschen sitzen.

Auch wenn er größer wirkt: Der RX-Vision ist mit 4,39 m Länge 4 cm kürzer als der selige RX-8, dafür aber deutlich breiter und flacher: 1,92 m Breite machen ihn mächtig und er duckt sich mit 1,16 m Höhe sehr flach auf den Asphalt (einst 1,77 bzw. 1,34 m). Der Radstand ist mit 2,70 m ganz der alte.

Es lebe der Kreiskolbenmotor!
Unter der (ich erwähnte es bereits: sehr langen) Motorhaube liegt ein Zweischeiben-Wankelmotor. Es ist ihm zu verdanken, dass der Wagen vorn so flach sein kann, er ist also ein wesentlicher Faktor für das Design, weil er konstruktionsbedingt extrem flach baut. Seit 1961 setzt Mazda auf den Wankelmotor, zuletzt musste er aus dem Programm weichen, weil die Abgasnorm Euro 5 nicht einzuhalten war. Doch die Japaner forschten weiter und scheinen die Probleme jetzt in den Griff bekommen zu haben. Vieles spricht für eine Serienproduktion, offiziell ist darüber nichts zu erfahren.

Hinter vorgehaltener Hand jedoch wird die durchaus die Hoffnung genährt, die Hoffnung auf Serienproduktion ebenso wie auf Leistungsdaten weit jenseits dessen, was wir vom Mazda RX-8 kennen. 400 PS könnte der Neue haben, vielleicht sogar 450 PS (früher waren es 231 PS). Ob der Benzinverbrauch noch immer so exorbitant ist? Angeblich nicht.

Spekulation um den potentiellen Startermin
Zwei Zeitfenster liegen nahe. Zum einen schon nächstes Jahr, wenn Mazda 50 Jahre Wankelmotor feiert. 1967 haben sie den weltweit ersten Zweischeibenwankelmotor in Serie gebracht, also wäre 2017 ein ideales Startjahr für den ersten Wankel der abgasarmen Neuzeit. Die nächste Gelegenheit für eine geschichtsträchtige Markteinführung wäre dann drei Jahre später: 2020 begeht Mazda das hundertjährige Firmenjubiläum.

Natürlich rein spekulativ, aber ganz pragmatisch gesprochen: Die Entwicklung des Wagens ist schon sehr weit fortgeschritten, auch am Wankelmotor arbeitet man bei Mazda nicht zum Spaß seit Jahren wie besessen. Sagen wir mal: Die Chancen stehen nicht schlecht. Und wenn, dann dürfte die grobe Form der Studie auch für die Serie erhalten bleiben. Natürlich fallen manche Designfeinheiten den Möglichkeiten der Serienfertigung zum Opfer, es wird auch richtige Außenspiegel geben müssen, aber sonst…

Video: Die Highlights des Genfer Autosalons 2016

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