Mi, 13. Dezember 2017

25 Evakuierte

04.03.2016 19:40

Brandstiftung in Grazer Wohnheim

Dichter Rauch, lodernde Flammen und Menschen, die verzweifelt um Hilfe riefen: In einem Wohnheim in Graz brach in der Nacht auf Freitag ein Feuer aus. 25 Bewohner wurden evakuiert, sechs mussten ins Krankenhaus, darunter eine Betreuerin (57). Nach Ermittlungen der Kripo steht fest: Es war Brandstiftung.

Es war kurz vor halb eins, als mehrere Notrufe bei der Berufsfeuerwehr eingingen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte vor dem Haus in der Rankengasse im Bezirk Gries drang dichter Rauch aus dem Wohnhaus, im Stiegenhaus loderten die Flammen und verzweifelte Bewohner riefen an den Fenstern um Hilfe. Mit schwerem Atemschutz konnten alle 25 Bewohner evakuiert werden, darunter ein gehunfähiger Mann. Auch zwei Hunde wurden von den Männern der Berufsfeuerwehr in Sicherheit gebracht.

Sechs Menschen mussten ins Spital, zwei wurden stationär aufgenommen. Eine 57-jährige Betreuerin in dem Heim für Alkoholkranke erlitt eine massive Rauchgasvergiftung. Sie schwebte in Lebensgefahr, am Freitagabend konnte aber Entwarnung gegeben werden.

Feuerteufel am Werk
Das Grazer Kriminalreferat (FB 2, Gruppe Marinitsch) hat die Ermittlungen übernommen. Alles deutet auf Brandstiftung im Bereich einer Klappcouch beim Stiegenaufgang im Erdgeschoß hin. Das Haus, in dem auch Gemeindewohnungen sind, ist bis auf Weiteres unbewohnbar; Notunterkünfte wurden aber organisiert.

Schutzengel für Familie
Ein undichter Kamin, der zu einem Zwischendeckenbrand führte, verursachte indes den Wohnhausbrand Donnerstagmittag im Liezener Ortsteil Reithtal. Das ergaben die Erhebungen der LKA-Brandgruppe. Bezirksinspektor Dietmar Radauer: "Der Brand hat schon mehrere Stunden geglost. Zum Glück wurde er dann tagsüber entdeckt." So wurde zwar niemand der Bewohner verletzt, das Haus aber leider völlig zerstört.

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