Sa, 16. Dezember 2017

Milchgipfel

04.03.2016 16:04

Milchmarkt stark unter Druck

Der heimische Milchmarkt steht unter Druck: Das Ende der Milchquote und das Embargo mit Russland haben zu einer Überproduktion geführt. Dazu kommt der niedrige Preis auf dem Weltmarkt. Bei einem "Milchgipfel" in Kärnten haben Landwirtschaftskammer sowie Vertreter von Molkereien und Rinderzuchtverbänden ein Papier mit Forderungen zur Stabilisierung erarbeitet.

"Der Milchpreis hat in den vergangenen Monaten massiv nachgelassen. Er ist um 25 Prozent zurückgegangen", ist LK-Präsident Johann Mößler besorgt. In Österreich liege der Erzeugerpreis derzeit zwischen 30 bis 33 Cent pro Liter für konventionelle Milch. 2013 waren es noch über 40 Cent. Die wirtschaftliche Krise in China habe zusätzlich dazu geführt, dass die EU 77.000 Tonnen Milchpulver aus Überproduktion aufgekauft hat. "Die heimische Milchwirtschaft steht vor einer großen Herausforderung", meint Helmut Petschar, Kärntnermilch-Chef und Präsident der österreichischen Milchverarbeiter.

Deshalb wurde bei einem "Milchgipfel ein sechs Punkte umfassendes Positionspapier ausgearbeitet. Die Forderungen:

  • Sofortige Beendigung des Russland-Embargos
  • Anhebung des Interventionspreises für Butter und Magermilchpulver
  • Offensive auf EU-Ebene für marktbelebende Maßnahmen auf Binnen- und Exportmärkten
  • Bestbieterprinzip auf Bundes- und Landesebenen
  • zusätzliche Unterstützung von Milchbetrieben in benachteiligten Berggebieten
  • Hilfspaket der Europäischen Kommission, um Liquiditätsengpässe in den Betrieben zu verhindern.

Das Papier soll der EU-Kommission bei einem Treffen übergeben werden.

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