Mi, 22. November 2017

Sex-Attacke in Bad

04.03.2016 10:53

D: Getrennte Rutschzeiten für Frauen und Männer

Nach einem schweren sexuellen Übergriff auf einer Wasserrutsche hat das Erlebnisbad "Arriba" in Norderstedt im deutschen Bundesland Schleswig-Holstein Konsequenzen angekündigt. Das Bad wolle spezielle Rutschzeiten für Kinder, Jugendliche und Frauen testen - Männer dürften zu diesen Zeiten dann nicht mehr rutschen, berichtet die "Welt". Außerdem sollen sich Sicherheitsleute inkognito unter die Badegäste mischen.

Am Sonntag sollen auf der Wasserrutsche zwei Mädchen im Alter von 14 und 18 Jahren sexuell attackiert worden sein. Die mutmaßlichen Täter stammen aus Afghanistan und wurden festgenommen, nachdem sich die Schülerinnen nach dem Vorfall bei Mitarbeitern des Schwimmbades meldeten. Die Attacke blieb trotz der Kameras vor Ort unbemerkt.

Es war nicht der erste Vorfall in diesem Bad. Medienberichten zufolge waren im Juni des Vorjahres mehrere Schülerinnen im Alter von 15 bis 17 Jahren in der Rutsche von einigen Jugendlichen und Männern unsittlich berührt worden. Kameras zeichneten die Übergriffe auf, die Männer konnten festgehalten werden.

Schilder zeigen: "Angrapschen verboten"
Nach dem jüngsten Vorfall ziehen die Betreiber nun Konsequenzen. Neben geschlechtergetrennten Rutschzeiten und mehr Sicherheitspersonal sollen weitere Kameras installiert sowie Piktogramme aufgehängt werden, die zeigen, dass das Anfassen von Badegästen gegen deren Willen verboten ist, berichten das "Hamburger Abendblatt" und die "Bild".

Auch mit der Flüchtlingsbeauftragten der Stadt Norderstedt habe man sich in Verbindung gesetzt, sagte "Arriba"-Geschäftsführer Ruud Swaen gegenüber der "Bild": "Sie sagte mir, dass alle in Norderstedt lebenden Flüchtlinge über die Baderegeln und das Verhalten im Schwimmbad Bescheid wüssten. Da brauche es keine weiteren Erklärungen." Im Vorjahr gab es im "Arriba" ingesamt 226 Polizeieinsätze. Schwerpunkte: Diebstahl, Trunkenheit und Fehlverhalten im Bad.

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