Mi, 22. November 2017

„Unwählbar“

03.03.2016 06:44

Wegen Trump: US-Republikaner stehen vor Spaltung

Die US-Republikaner stehen wegen der sich abzeichnenden Nominierung des umstrittenen Milliardärs Donald Trump zum Präsidentschaftskandidaten vor einer Spaltung. "Sollte er ins Rennen geschickt werden, werde ich erstmals in meinem Leben nicht für einen Republikaner stimmen", sagte der Kongressabgeordnete Scott Rigell am Mittwochabend (Ortszeit). Nach seinem klaren Sieg am "Super Tuesday" mit Vorwahlen in zwölf Staaten ist Trump die Nominierung kaum noch zu nehmen.

"Ich kann ihn nicht wählen, weil ich damit unser Land in Gefahr bringen würde", sagte Rigell gegenüber dem TV-Sender CNN. Alle Gegenkandidaten Trumps seien "viel besser" als dieser, so Rigell. Trump wurde wegen populistischer und ausländerfeindlicher Aussagen massiv kritisiert. Jüngst erntete er einen Proteststurm, weil er eine Unterstützungserklärung des rassistischen Ku-Klux-Klan nicht zurückweisen wollte.

"Unser Land ist wirklich bedroht"
Trump mangle es an Urteilsvermögen und er sei völlig ungeeignet für das Amt des Oberbefehlshabers, sagte Rigell. Er könne nicht jemanden wählen, der Mauern bauen wolle, den russischen Präsidenten Wladimir Putin bewundere und Zitate des italienischen Diktators Benito Mussolini verbreite. "Donald Trump ist sicher nicht die Lösung. Unser Land ist wirklich bedroht", so Rigell, der auf Nachfrage klarstellte, dass er auch nicht die Demokratin Hillary Clinton wählen werde.

Trump baute Vorsprung aus
Lange Zeit vom Parteiestablishment belächelt und nur halbherzig bekämpft, ist Trump spätestens seit dem "Super Tuesday" der haushohe Favorit für die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner. Er gewann in sieben von zwölf Staaten und baute damit seinen Vorsprung auf den erzkonservativen Senator Ted Cruz und seinen liberaleren Kollegen Marco Rubio aus. Bis Mitte März stehen Vorwahlen in bevölkerungsreichen Staaten wie Michigan oder Florida auf dem Programm, wo Trump seinen Kontrahenten davonziehen könnte.

Republikanische Führung sucht nach "Plan B"
Die republikanische Führung sucht daher fieberhaft nach Strategien, wie Trump doch noch gestoppt werden kann. Eine Möglichkeit wäre die Einigung auf einen Gegenkandidaten. So hat Cruz seine Kontrahenten aufgerufen, zu seinen Gunsten zu verzichten, weil nur er Trump schlagen könne. Der erzkonservative Senator ist aber innerhalb der Parteiführung ebenfalls isoliert. Sie präferiert Rubio, der es bisher nur auf einen Vorwahlsieg gebracht hat.

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