Di, 17. Oktober 2017

Sex und Intrigen

06.03.2016 06:00

Das Geheimnis der „Vorstadtweiber“

Am 14. März startet die 2. Staffel der Erfolgsserie - mit jeder Menge Sex, Intrigen und Überraschungen.

Sie lieferten den TV-Hit des letzten Jahres und sorgten für die höchste Reichweite einer Serie seit 2004. Wiens intrigante Vorstadtweiber, die einen Hype auslösten, von dem keiner zu träumen gewagt hatte: "Dass es so knallt, hab' ich mir nicht gedacht", bringt es Philipp Hochmair, der in der Serie den schwulen Minister Joachim Schnitzler spielt, auf den Punkt. Der von den Zusehern herbeigesehnte Start der 2. Staffel am 14. März ist mit großen Erwartungen verbunden. Fans werden aber nicht enttäuscht sein, wie ein Blick auf die erste Folge beweist: Denn es wird noch "wilder, schneller, absurder, freier, mutiger und dichter".

Die zehn Folgen bieten dabei wieder viel von Drehbuchautor Uli Brée mit noch schmutzigeren Intrigen und tieferen Abgründen austapezierten Raum für neue Geheimnisse.

Doch worin liegt jenes des Serienerfolgs? "Ich glaube, das Geheimnis ist, dass man alle Frauen irgendwie mag", sagt Nina Proll, die als Nicoletta nach einem Gefängnisaufenthalt versucht, den Weg zurück ins gesellschaftliche Leben zu finden. "Und der Grund, dass man jedes der Weiber mag, ist, weil jede der Frauen auch ihre verletzliche Seite zeigt", ergänzt Gerti Drassl, "eben dass sie auch auf die Schnauze fliegen, Verletzungen einstecken und wieder aufstehen müssen. Und die Serie zeigt auch: Wie geht man damit um, wenn einem was passiert, womit man nicht gerechnet hat?"

Bei Drassls Figur der Maria löst das im Laufe der ersten Staffel neu erlangte Selbstbewusstsein "eine Achterbahnfahrt der Gefühle aus": "Sie bereut zwar, was sie ihrem Mann angetan hat, genießt aber auch die Vorteile der dadurch gewonnenen neuen Abhängigkeit Georgs von ihr."

Auch auf Martina Ebm warten Beziehungsprobleme: "Caro und Hadi kämpfen um ihr Liebesleben, weil es nicht ganz so läuft, wie sie sich eine Beziehung vorstellt", so Ebm, die als Caro mit ihren Reizen gar nicht gerne geizt. Erotische Szenen fallen dem jüngsten Vorstadtweib dabei jedoch "nicht schwer, solange sie im Rahmen der Figur stattfinden", so die 34-jährige Wienerin: "Es ist viel schwieriger, emotionale Intimität darzustellen." Der Hype um die Serie ist auch für Ebm spürbar: "Bis jetzt habe ich nur positive Reaktionen und gute Erfahrungen gemacht: Unlängst wurde ich sogar beim Yoga-Urlaub in der Türkei angesprochen: 'Hey, du siehst aus wie ein Vorstadtweib!'"

Für Bernhard Schir, der mit Julia Stemberger als Hadis Exfrau ein zweites Vorstadtweib an seine Seite bekommt, zeichnet sich die Serie vor allem dadurch aus, "dass einem das Lachen im Hals stecken bleibt: Dann, wenn Gerti Drassl einen Dildo umschnallt, um ihre Beziehung zu retten, ist dies auf den ersten Blick komisch, aber in Wahrheit eben tragisch", so Schir. Zudem komme über die Vorstadtweiber "das eigene Leben näher": "Denn wenn im 'Tatort' eine Leiche zerstückelt wird, hat das mit dir im Wohnzimmer nichts zu tun. Wenn man aber zuschaut, wie die Frau sagt, ich gehe noch kurz einkaufen, und es folgt die Szene mit ihrem Lover, sitzen Männer plötzlich anders vor dem Fernseher!"

"Sex sells" lautet das Erfolgsrezept auch in der 2. Staffel: "Es gibt mehr Intrigen, mehr Boshaftigkeiten, aber auch mehr Charme, mehr Sex - einfach mehr alles", verspricht Adina Vetter, die als Sabine weiterhin ein doppeltes Spiel spielt, bis sie es schließlich irgendwann zu weit treibt: "Es wird böse", sagt Vetter, "und irgendwann spitzt es sich zu!"

"Zu einem richtigen Quotenerfolg gehört der Zuseher überrascht und gefordert. Er muss sich mit den Figuren identifizieren können", konstatiert Autor Uli Brée und lockt mit seinen Weibern gleichermaßen Alt und Jung vor den Fernseher. "Dass der Stammtisch von meinem Papi die Serie g'schaut hat, war meine größte Freud", lacht die gebürtige Südtirolerin Gerti Drassl.

Und auch Köstlingers 15-jährige Tochter drehte Montagabend ORF eins auf: "Sie findet es total cool und lässig", freut sich die Josefstadt-Schauspielerin - und fügt in Anspielung auf die Szenen mit Jung-Lover Simon (Johannes Nussbaum) hinzu: "... und es waren ihr nur ein, zwei kleine Details a bissl peinlich."

Ein Geheimnis wird wohl bleiben, ob sich die feinen Serien-Freundinnen tatsächlich leiden können: "Die Vorstadtweiber mögen sich selber teilweise nicht", sinniert Gerti Drassl, "nur wenn ich mit mir im Reinen bin, geh' ich auch mit meinem Umfeld ganz anders um. Sie alle haben aber ein großes Bedürfnis nach Liebe, denn sich nicht zu mögen, heißt nicht, dass man nicht lieben kann."

Video: Die Erfolgsserie geht weiter

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