Mo, 20. November 2017

Streit um Schulden

29.02.2016 19:39

Argentinien einigt sich mit US-Hedgefonds

Im Schuldenstreit zwischen Argentinien und mehreren US-Hedgefonds ist ein Ende in Sicht. Es gebe eine Grundsatzeinigung, teilte ein Vermittler mit. Das wäre für Argentinien ein Durchbruch auf dem Weg zurück an die Finanzmärkte. Zunächst ist noch das argentinische Parlament am Zug.

Im Rechtsstreit um alte Anleiheschulden hat Argentinien offenbar einen Kompromiss gefunden: "Die seit 15 Jahren andauernde Auseinandersetzung ist nun auf gutem Wege, gelöst zu werden", teilte der vom zuständigen Gericht bestellte Vermittler Daniel Pollack am Montag mit. Die Parteien hätten in der Nacht davor eine Grundsatzeinigung unterzeichnet.

Konflikt seit Staatspleite 2001
Das prinzipielle Abkommen zwischen den Fonds NML Capital, Aurelius, Davidson Kempner und Bracebridge Capital sehe einen Vergleich von 4,65 Milliarden Dollar (4,25 Milliarden Euro) vor, mit dem Argentinien sämtliche Streitigkeiten beilege. Das entspreche etwa 75 Prozent der ursprünglich geforderten Summe. In dem Konflikt geht es um Schulden aus der Staatspleite von Ende 2001, auf deren Rückzahlung die vom zum Elliott-Finanzimperium des US-Milliardärs Paul Singer gehörenden New Yorker Hedgefonds NML Capital angeführte Gläubigergruppe geklagt hatte.

Mit zwei weiteren Hedgefonds, Montreux Partners und Dart Management, hatte es bereits Kompromisse gegeben, nachdem Argentinien den sechs Klägern Anfang Februar insgesamt 6,5 Milliarden Dollar (6 Milliarden Euro) angeboten hatte. Damals hatte Vermittler Pollack bereits von einem "historischen Durchbruch" gesprochen. Die abschließende Einigung mit den Gläubigern erfordert noch die Zustimmung des argentinischen Parlaments. Eine Bestätigung der Hedgefonds lag zunächst nicht vor. Ein Sprecher von Aurelius sagte, sein Unternehmen werde kein Statement veröffentlichen.

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