Fr, 24. November 2017

Aus Kostengründen

26.02.2016 08:22

Einziger Finnwaljäger Islands will 2016 aussetzen

Island wird in diesem Jahr keine Finnwale jagen. Das gab Islands einziger Finnwaljäger, Kristjan Loftsson, in einem Interview bekannt. Als Gründe nannte er Probleme und hohe Kosten für den Transport des Fleisches nach Japan sowie die strengen Kontrollen.

Die Tierschutzorganisationen Greenpeace, WDC und Pro Wildlife begrüßten den Schritt. Zugleich forderten sie Norwegen und Japan auf, nun ebenfalls den Walfang einzustellen. Der kommerzielle Walfang ist seit 1986 weltweit per Moratorium verboten. Für Norwegen und Island ist das Übereinkommen allerdings nicht bindend, weil die Länder Einspruch beziehungsweise Vorbehalt erhoben haben.

Finnwalfleisch findet kaum mehr Abnehmer
Island hatte sich selbst bis 2018 eine Fangquote von jährlich 154 Finnwalen genehmigt. "Die gute Nachricht kommt nicht überraschend", sagte Thilo Maack von Greenpeace. "Die Menschen wollen kein Finnwalfleisch mehr. In Japans und Islands Kühlhäusern lagern seit Jahren Tausende Tonnen Finnwalfleisch, für das sich keine Abnehmer mehr finden."

Teurer Transport über die Arktisroute
Pro Wildlife nannte als weiteren Grund für den Verzicht, dass Transithäfen in der EU seit 2014 Zwischenstopps für Walfleischtransporte verweigerten. "Deshalb musste Loftsson das Walfleisch über die Arktis-Route verschiffen - das dauert lange und ist teuer." Für die Arktis-Route habe er wochenlang Eisbrecher anmieten müssen.

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