Fr, 24. November 2017

Schon ausprobiert

25.02.2016 12:17

CAT S60: Das erste Wärmebild-Handy im MWC-Kurztest

Der Smartphone-Hersteller Bullit hat am Mobile World Congress mit dem CAT S60 eines der ungewöhnlichsten Geräte der Messe gezeigt. Das dicke Outdoor-Gerät hält Stößen und Wasser stand, verfügt über Extras wie einen Notfall-Button und richtet sich durch und durch an Polizei, Feuerwehr - und Handwerker. Wie es sich in der Praxis anfühlt, hat krone.at auf der großen Mobilfunk-Schau in Barcelona ausprobiert.

Das CAT S60 von Bullit hinterlässt nicht gerade durch besonders kompakte Abmessungen einen bleibenden Eindruck. Obwohl die Bildschirmdiagonale mit 4,7 Zoll überschaubar ist, handelt es sich um ein Gerät, das locker doppelt so dick ist wie die Top-Geräte anderer Hersteller. Dafür übersteht es aber auch Stürze aus fast zwei Metern Höhe und Tauchgänge in bis zu fünf Meter Tiefe.

In der Hand liegt es trotz seiner bulligen Maße gut, was auch der angenehm griffigen Struktur an der Rückseite geschuldet ist. Praktisch: Es gibt Spezial-Tasten - etwa für Push-to-Talk-Kommunikation à la Walkie-Talkie oder zum Absetzen eines Notrufs.

Sehr helles Display, coole Thermalkamera
Das Display im CAT S60 ist mit 720p-Auflösung zwar kein Schärfewunder, für den täglichen Gebrauch aber adäquat und auffallend hell. Wie uns beim CAT-Stand am Mobile World Congress erklärt wurde, hat das auch seinen Grund. Ein Outdoor-Handy muss auch in der prallen Sonne gut ablesbar sein und hier hilft die hohe Bildschirmhelligkeit zweifellos. Damit das nicht zulasten der Laufzeit geht, hat man einen dicken 3800-mAh-Akku verbaut.

Die Wärmebildkamera des CAT S60 hinterließ im Kurztest auf der Messe im Gegensatz zur eher mittelmäßigen 13-Megapixel-Hauptkamera einen spannenden Eindruck. Die VGA-Auflösung ist zwar nicht allzu hoch, die Kamera startet aber einigermaßen flott und liefert in der Tat zuverlässig Bildmaterial mit Hitzeabstufungen. Im Messe-Wirrwarr waren das naturgemäß vor allem schwitzende Besucher, die Möglichkeiten für so ein Feature sind aber groß.

Viele Einsatzszenarien denkbar
Einsatzkräfte wie Polizei, Feuerwehr oder Rettung könnten die Wärmebildkamera bei der Suche nach Flüchtigen, Glutnestern oder Verletzten verwenden und auch für Handwerker könnte sie interessant sein. Schließlich lässt sich damit etwa am Bau gleich prüfen, ob das Fenster dicht ist oder ob die Elektrik eine ungünstige Hitzeentwicklung aufweist. Klar ist die Wärmebildkamera nicht für jedermann nützlich, es gibt aber wohl einige Berufsgruppen, die sich über ein CAT S60 als Diensthandy freuen würden.

Das liegt auch daran, dass das CAT S60 neben der Wärmebildkamera und seinen Nehmerqualitäten auch ein ganz vernünftiges Smartphone geworden ist. Mit seinem Snapdragon-617-Chip hat es genug Power für Googles Android-Betriebssystem. Der Bildschirm ist ausreichend scharf und bietet eine schöne Farbdarstellung. Knackpunkt ist der hohe Preis: Rund 650 Euro wird das CAT S60 kosten, wenn es im Laufe des Jahres in Europa auf den Markt kommt.

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